„Eine kleine Zeitreise durch die Stadt“

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In Kostümen wollen Udo Böhme und Andreas Späinghaus (von links) die Teilnehmer des Geschichtsbummels durch Werdohl führen und dabei auch auf Ereignisse der Vergangenheit eingehen.

Werdohl - Bei einem Grappa sei den beiden die Idee gekommen, verrieten Udo Böhme und Andreas Späinghaus zum Schluss der jüngsten Jahreshauptversammlung des Heimat- und Geschichtsvereins. Ab April bereits wollen die beiden Vereins-Mitglieder den Werdohler Geschichtsbummel anbieten.

Dabei soll in gemächlichem Tempo durch die Stadt gegangen werden. Und letztlich solle es im Laufe der anderthalbstündigen Veranstaltung nicht unbedingt (nur) bierernst zugehen, betonten die zwei. Ausgangspunkt eines Geschichtsbummels solle das Stadtmuseum sein. Unter anderem angesteuert werden sollen dann die Lennebrücke, das Alte Dorf, der Grimm-Park und die Neustadtstraße. Endpunkt des Rundgangs soll in jedem Fall wieder der Bahnhof sein.

Vor die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins waren Böhme und Späinghaus in Kostümen getreten. „Die sind im Stil der sogenannten Bauernkittel gemacht worden – in Anlehnung an das Ackerbürgertum welches Jahrhunderte in Werdohl lebte“, erläuterte Böhme. Bei den Geschichtsbummeln werden die zwei diese dann auch tragen.

Weiter verriet Böhme: „Das soll dann eine kleine Zeitreise durch die Stadt werden.“ Dabei würden einige Themen angesprochen. Das Vorstands-Mitglied des Werdohler Heimat- und Geschichtsvereins nannte die Beispiele „Hochwasser, die Heiligen Drei Könige, Marienglocke, Hammelsprung und Funkenburg“ – und ließ dabei offen, was etwa der Hammelsprung überhaupt mit der Stadt zu tun habe.

„Viele, viele andere Geschichten“ gebe es aber auch noch zu hören – und reichlich Anekdoten.

„Die Besucher werden jedoch nicht mit trockenem Zeug bombardiert“, stellte Späinghaus klar. Es werde eine witzige Veranstaltung, die auch „auf aktuelle Begebenheiten“ eingehe. Späinghaus nannte den Kletterfelsen diesbezüglich als Beispiel.

Doch allzu locker sollten die Mit-Bummler die 90 Minuten auch nicht nehmen. Späinghaus, Neu-Mitglied im Heimat- und Geschichtsverein, „drohte“ vorsorglich schon einmal an: „Es kann passieren, dass wir bei Teilnehmern später das an dem Nachmittag erlernte Wissen abfragen, wenn wir sie zufällig in der Stadt treffen.“

Von Michael Koll

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