Einbrecher machen im Feuerwehrhaus fette Beute

(Symbolfoto)

Werdohl [Update 16:35] - Im Feuerwehrgerätehaus in Eveking haben Einbrecher bereits in der Nacht zu Freitag (11. Dezember) fette Beute gemacht.  Das teilte die Polizei am Montag mit. Das Gerätehaus war aber nicht zum ersten Mal das Ziel ungebetener Gäste.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei hebelten die Einbrecher die Eingangstür zum Gerätehaus auf und durchsuchten die darin geparkten Fahrzeuge.

Dabei entwendeten sie einen kompletten so genannten Hilfeleistungssatz, bestehend aus einem Hydraulikaggregat mit 20 Metern Hydraulikschlauch, einem Schneidgerät S 700 und einem Spreizer SP 310. Der Sachschaden der gestohlenen Geräte, mit denen die Feuerwehr eingeklemmte Personen aus Fahrzeugen rettet, wird auf mehr als 25 000 Euro geschätzt. Vor gut zwei Jahren haben Einbrecher beim Löschzug Eveking schon einmal exakt die gleichen Geräte gestohlen.

Einen solchen Spreizer erbeuteten die Einbrecher in Eveking.

Ein Einbruch wie dieser ist auch für die Polizei nicht alltäglich. Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski kann sich auch nicht erklären, was die Täter mit diesen doch speziellen Beutestücken anfangen wollen. „Dafür gibt es in Deutschland praktisch keinen Absatzmarkt. Welche Feuerwehr oder Hilfsorganisation würde denn so etwas aus einer dubiosen Quelle kaufen?“, kann er sich nicht vorstellen, dass sich die Spezialgeräte hierzulande zu Geld machen lassen.

Auch ein solches Schneidgerät fiel den Einbrechern in die Hände.

Nach Angaben von Stadtbrandinspektor Manfred Theile sind alle gestohlenen Gegenstände registriert, was einen legalen Weiterverkauf oder eine Wartung in Deutschland praktisch unmöglich macht. Polizei und Feuerwehr halten deshalb für denkbar, dass die Beute über das Internet ins Ausland oder als Hehlerware in Osteuropa verhökert wird. Doch auch die Verwendung als Werkzeug für weitere Einbrüche ist vorstellbar: Erst im September wurde mit einem Spreizer der Tresor der St. Antonius-Kirche in Rönkhausen geknackt.

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