Volkstrauertag in Werdohl: Gemeinsame Planungen

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Pfarrer Martin Buschhaus, Pfarrer Irenäus Wojtko, Vereinsvertreter Gerhard Meier, Bürgermeisterin Silvia Voßloh, Pfarrer Dirk Grzegorek, Andrea Mentzel, Leiterin der Abteilung Ordnung und Einwohnerwesen, und Fachbereichsleiter Bodo Schmidt (v. l.) laden alle Werdohler zu einer gemeinsamen Gedenkstunde am Volkstrauertag, 13. November, ein.

Werdohl - „Wir wachsen gerade in diesen Zeiten zusammen. Deshalb liegt es nahe, künftig am Volkstrauertag eine gemeinsame Veranstaltung für alle Werdohler zu organisieren“, sagt Bürgermeisterin Silvia Voßloh.

Dazu lädt Voßloh gemeinsam mit den Seelsorgern der evangelischen und katholischen Gemeinden für Sonntag, 13. November, ein. Die Verantwortlichen der Gemeinden seien vor einiger Zeit an die Stadt mit dem Wunsch herangetreten, einen neuen Weg in Bezug auf den Volkstrauertag zu gehen. „Wir möchten diesen Tag wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken“, erklärt Pfarrer Martin Buschhaus. Deshalb habe man überlegt, wie die äußere Form der Gedenkveranstaltung verändern werden könne. Dabei habe auch die personelle Seelsorger-Situation eine Rolle gespielt.

Buschhaus: „Wir sind immer weniger Pfarrer. Auch deshalb mussten wir darüber nachdenken, ob es noch möglich ist, zwei Gedenkveranstaltungen durchzuführen.“ Im Rahmen einiger Gespräche sei man zu dem Ergebnis gekommen, die Gedenkstunde zum Volkstrauertag künftig gemeinsam für alle Werdohler am Ehrenmal in der Stadt zu organisieren. G

eändert wurde auch die Uhrzeit: Statt bisher am Vormittag soll die Veranstaltung in diesem Jahr erstmals nachmittags stattfinden – und zwar um 15 Uhr. So müssten die Gottesdienstbesucher nicht mehr wählen, ob sie in die Kirche gehen oder an der Gedenkstunde teilnehmen sollten. „Jetzt ist beides möglich“, stellt Buschhaus fest. „Natürlich sind auch im Vorfeld dieser Entscheidung Gespräche mit den Organisatoren der Gedenkfeier im Versetal geführt worden“, berichtet Bodo Schmidt, Leiter des Fachbereiches Ordnung, Soziales und Jugend. Dass diese die Idee einer gemeinsamen Feierstunde unterstützen, erklärt Mitorganisator Gerhard Meier: „Das ist eine gute Entscheidung für alle Beteiligten.“

Im Versetal sei die Veranstaltung zum Volkstrauertag bisher stets von Vereinsvertretern organisiert worden. „Das wurde zunehmend schwieriger, weil uns Vereine weggebrochen sind“, bedauert Meier. Künftig hätten alle Werdohler die Gelegenheit, den Kriegstoten und Opfern von Gewaltherrschaft gemeinsam in würdigem Rahmen zu gedenken. Wie bisher sollen auch am Nachmittag des 13. Novembers Kränze niedergelegt werden.

Auch für eine musikalische Umrahmung der etwa 30-minütigen Gedenkveranstaltung werde gesorgt. Die Ansprache werde Pfarrer Irenäus Wojtko übernehmen. Für die Zukunft planen die Werdohler Seelsorger, auch die jüngere Generation wieder stärker in die Veranstaltung zum Volkstrauertag einzubinden. Eventuell könne dies über Projekte in den Schulen gelingen, kündigt Martin Buschhaus weitere Initiativen an.

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