2,7 Millionen Euro für Leader-Region

2,7 Millionen Euro für Leader-Region

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Stefan Groß empfindet Euphorie.

Werdohl - „Es ist durchaus Euphorie mit dabei“, freute sich am Freitag Stadtplaner Stefan Groß über die Nachricht, dass die Lenneschiene in den Rang einer Leader-Region gehoben wurde. In den sechs Kommunen Letmathe, Nachrodt, Altena, Werdohl, Plettenberg und Finnentrop stehen in den nächsten Jahren immerhin 2,7 Millionen Euro Fördermittel für Projekte zur Verfügung, die das Leben an der Lenne attraktiver machen sollen.

Für Groß und seine Kollegen aus den Anrainer-Städten kam die Nachricht überraschend: „Wir hatten mit einer Vergabe erst nach den Sommerferien gerechnet.“ Groß hatte viel Arbeit in verschiedene Informationsabende gesteckt, an den erste Ideen für Projekte gesammelt und teils entwickelt wurden. Mit diesen Projekten hatte sich auch Werdohl an der gemeinsamen Bewerbung beteiligt.

Im nächsten Schritt muss die Lenneschiene einen Verein gründen, der einen so genannten Regionalmanager anstellt. Da so gut wie ganz Südwestfalen zu verschiedenen Leader-Regionen erklärt wurde, werde es wohl ein Buhlen um solche Menschen geben, schätzt Groß. Immerhin hat das Ministerium 28 Leader-Regionen ernannt. Gleichzeitig müssen Mitglieder für den Verein gefunden werden. Wenn sich der Verein konstituiert hat und der Manager eingestellt ist, kann die inhaltliche Arbeit losgehen. Neue Projektideen sind willkommen, alte können weiterentwickelt oder verworfen werden. Es soll nicht darum gehen, das einzelne Kommunen sich den dicksten Batzen der Förderung herausholen. Groß: „Es sollen gemeinsame, regionale Entwicklungen sein und nicht lokale.“ Das sei der Sinn der Leader-Regionen im Gegensatz beziehungsweise als Ergänzung zu den lokalen Stadtumbauprojekten.

Die Vereinsstruktur ist so aufgestellt, dass eine Interessengruppe nicht mehr als 49 Prozent der Anteile haben darf. So soll verhindert werden, dass absolute Mehrheiten entstehen können. Die Kommunen selbst seien nicht die Bestimmer in dem Verein. Der Verein bilde schließlich ein Entscheidungsgremium, das die 2,7 Millionen Euro Fördergelder an die Projekte verteile.

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