Drei Osterfeuer an Lenne und Verse

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Nur drei Osterfeuer werden am Wochenende in Werdohl brennen: Auf den Schützenplätzen in Werdohl und in Altenmühle sowie auf dem Biwakplatz am Kettling.

Werdohl - Ganze drei Osterfeuer werden am bevorstehenden Wochenende in Werdohl brennen. Mehr sind jedenfalls bei der Stadt Werdohl nicht angemeldet worden. Und mehr dürften jetzt auch eigentlich nicht mehr hinzukommen.

Eine formelle Genehmigung ist für ein Osterfeuer in Werdohl zwar nicht erforderlich, wer eins abbrennen will, muss das aber trotzdem bei der Stadt Werdohl anmelden. Und dort werden relativ strenge Maßstäbe angelegt. So muss ein Osterfeuer, das die Zustimmung der Stadtverwaltung findet, der Brauchtumspflege dienen und öffentlich zugänglich sein. „Private Feuer sind grundsätzlich nicht gestattet“, sagt Thorsten Schönian, der solche ordnungsrechtlichen Angelegenheiten im Rathaus bearbeitet.

Drei Veranstalter von Osterfeuern erfüllen diese Bedingungen. Das ist zunächst der Versetaler Schützenverein, der das Abbrennen seines Osterfeuers am Vereinsheim in Altenmühle am Samstag, 26. März, schon ab 16.30 Uhr mit einem Kinderfackelzug zelebriert. Anschließend wird für die Kinder auch ein kleineres Osterfeuer angezündet. Erst ab 19 Uhr soll das große Feuer brennen.

Die vier Kompanien des Werdohler Schützenvereins machen beim Abbrennen des Osterfeuers am Samstag auf dem Schützenplatz an der Dammstraße gemeinsame Sache. Auch hier brennt zunächst ein Kinderosterfeuer, und zwar ab 17 Uhr. Die kleinen Besucher können hier auch Marshmallows grillen und Stockbrot backen. Das große Feuer auf dem Schützenplatz soll angezündet werden, wenn die Dunkelheit hereinbricht.

Das dritte Osterfeuer wird erst am Sonntagabend angezündet. Die Pfadfinder vom Stamm St. Georg schichten den großen Holzstoß in tagelanger Arbeit mit der Muskelkraft vieler Helfer auf dem Biwaklatz am Kettling auf. Entzündet wird er am Ostersonntag nach einer kurzen Andacht, die in der St. Michael-Kirche um 18 Uhr beginnt wird. An der Kirche startet anschließend ein Fackellauf. Bei Einbruch der Dunkelheit wird das Osterfeuer am Biwakplatz angezündet.

An allen drei Osterfeuern werden die Veranstalter mit Getränken und kleinen Speisen für die Bewirtung ihrer Besucher sorgen.

Weitere Osterfeuer könnten nur noch in begründeten Ausnahmefällen zugelassen werden, verwies Thorsten Schönian von der Stadtverwaltung auf die Anmeldefrist, die schon vor zwei Wochen abgelaufen ist. Ob es sich aber angesichts der Verwaltungsgebühr von 100 Euro, die in Werdohl für jedes Osterfeuer fällig wird, lohnt, sich mit ein paar Nachbarn oder Freunden im Feuerschein zu treffen, ist fraglich. Noch teurer könnte übrigens ein nicht angemeldetes Feuer werden. Für solche Fälle stellt Schönian ein empfindliches Bußgeld in Aussicht. „Es könnte auch sein, dass die Feuerwehr ausrückt, um das Feuer zu löschen“, erklärte er.

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