Zwei große Seuthe-Ausstellungen in zeitlicher Nähe in Werdohl

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Sammler Thomas Benecke ist verstimmt.

Werdohl - Am 19. August hat der Werdohler Privatsammler Thomas Benecke sein Paul-Seuthe-Museum in seinem Haus feierlich eröffnet, ab dem 9. Oktober zeigt das Kleine Kulturforum die Werke, die Paul Seuthe noch zu Lebzeiten dem Märkischen Kreis geschenkt hat.

Das ist ziemlich viel Seuthe-Kunst in einem zeitlich sehr geringen Abstand. Dazu befragt, äußert sich Thomas Benecke einigermaßen unglücklich: „Diese terminliche Enge ist nicht so schön. Weder für mich, noch für das Kleine Kulturforum, noch für die Seuthe-Freunde in Werdohl.“

Benecke habe sich gewünscht, dass die Seuthe-Ausstellung des KKF vielleicht erst in einem Jahr hätte stattfinden können. Außerdem bemängelt er eine Passage im Text, der auf den Einladungskarten für die KKF-Ausstellung gedruckt ist. Dort wird behauptet, die Schenkung an den Märkischen Kreis sei „der wohl größte zusammenhängende Bestand von Seuthe-Bildern“. Benecke ist leicht verärgert. Er will nicht unbedingt als Erbsenzähler gelten, hat aber dennoch die größere Sammlung. „Dem Kreis gehören 43 Bilder, ich habe 70 Werke in meinem Besitz und weitere 20 als Dauerleihgabe an mich“, zählt Benecke auf. Ihm komme es nicht „auf ein Bild mehr oder weniger“ an, sagte er auf Nachfrage, aber er habe den Ehrgeiz, in seinem Museum das Beste von Paul Seuthe anzubieten.

Während der Zeit der KKF-Ausstellung werde er sein Privatmuseum bewusst nicht öffnen. Danach plane er einige Sonderaktionen. Für die KKF-Ausstellung zeichnet dessen Vorsitzender Heinz Rohe verantwortlich. Er entschuldige sich für den Text bezüglich der Größe der Sammlung. Er habe ihn vom damaligen Ausstellungskatalog von 1992 übernommen. Er erkenne an, dass Benecke mehr Bilder besitzen würde als der Kreis. „Ich sehe auch kein Drama in der zeitlichen Nähe“, so Rohe auf Nachfrage. Das KKF habe diesen Herbst als Zeitpunkt für die Seuthe-Ausstellung gewählt, weil der Ausbau der Lenne-Terrasse als Paul-Seuthe-Terrasse in diesem Zeitraum liege. Die Ausleihe beim Kreis sei lange vorher abgesprochen und habe sich nicht so ohne weiteres verschieben lassen. Rohe: „Ich sehe keine Konkurrenz zum privaten Museum von Herrn Benecke.“

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