Diskussion um Ponyreiten auf der Kirmes

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Werdohl - Das Ponyreiten auf der Schützenfest-Kirmes ist für  Samstag wegen der hohen Temperaturen abgesagt worden. Das teilte Julia Reiling, die Tochter der Geschäftsinhaberin Claudia Reiling, auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Die neun Tiere, die der Betrieb aus Rheda-Wiedenbrück mit nach Werdohl gebracht hat, befinden sich derzeit in einem eingezäunten Bereich am Lenne-Ufer neben dem Bolzplatz.

„Bei dem Wetter wäre der Transport nach Rheda-Wiedenbrück auch eine Qual“, sagte Julia Reiling. „Auf der Wiese haben es die Tiere besser.“

Ob das Pony-Karussell am Sonntag seinen Betrieb aufnehmen werde, hänge vom Wetter ab. Dann sollen die Temperaturen sinken. Es komme aber auch darauf an, ob es drückend sei. „Man merkt den Tieren ja auch an, wie es ihnen geht“, sagte Reiling.

In den vergangenen Tagen hatte es insbesondere im sozialen Netzwerk Facebook massive Kritik an dem Betrieb gegeben. „Wir haben schon im vergangenen Jahr 800 Unterschriften gegen das Ponyreiten gesammelt“, berichtete Anna-Lena Höft, die zu den Kritikern gehört.

Sie habe im vergangenen Jahr die Laufzeiten der Pferde notiert, sagte die 18-Jährige. „Die Tiere sind bis zu sieben Stunden lang im Kreis gelaufen, haben keine Pause gemacht und kein Wasser bekommen.“ Als „apathisch und dehydriert“ bezeichnete sie den Zustand der Ponys.

Dem widerspricht Julia Reiling. „Es ist gesetzlich geregelt, dass die Pferde nur vier Stunden am Stück laufen dürfen“, sagte sie. „Wir sind verpflichtet, darüber Buch zu führen. Meist sind die Tiere nur zwei bis drei Stunden im Einsatz.“

Dass die Pony-Bahn sich in der Nähe des Schießstandes befindet, sei nicht ihre Schuld. Der Lärm mache den Tieren jedoch nicht so viel aus, wie oft angenommen werde, sagte Julia Reiling. Schließlich könnten sie sich daran gewöhnen. Das zeigten auch andere Veranstaltungen wie zum Beispiel die Karl-May-Festspiele in Elspe.

Anna-Lena Höft dagegen bezeichnete den Lärmpegel beim Schießen als „puren Stress für die Pferde“.

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