Collagen von Maike Reininghaus beziehen sich auf Dadaismus

Schönheitswahn als Thema in der Kunst

Maike Reininghaus in einem Portrait, das sich mit dem Thema Schönheit und Schönheitswahn beschäftigt. Die Werdohlerin stellt ihre Arbeiten am Samstag in der Kunsthalle Südwestfalen aus.

Werdohl - Die Werdohler Nachwuchs-Künstlerin Maike Reininghaus stellt bereits zum zweiten Mal ihre Arbeiten in der Kunsthalle Südwestfalen im Gewerbepark Eveking aus.

In der Ausstellung im Jahr 2015 zeigte sie gemeinsam mit Galerist und Künstler Thomas Volkmann eine Serie zum Thema Schönheitswahn in der medialen Gesellschaft mit dem Titel „ungeschminkt”. Im vergangenen Jahr präsentierten die beiden Künstler auf zahlreichen Ausstellungen ihre gemeinsamen Arbeiten – wie zum Beispiel auf der contemporary art ruhr auf der Zeche Zollverein oder auf der Kunstmesse KuboShow in den Flottmannhallen in Herne.

Zwischenzeitlich hat sich Maike Reininghaus weiterhin künstlerisch mit dem Thema „Schönheit” beschäftigt und zeigt nun in der aktuellen Ausstellung ihre neuesten Arbeiten. In ihren Collagen bewegen sich die Figuren wie fremdgesteuerte Marionetten durch die aktuelle (Werbe-) Welt. Die Collagen beziehen sich formal auf den Dadaismus, der in diesem Jahr 100jähriges Bestehen feiert und momentan eine Renaissance erlebt.

Maike Reininghaus transferiert die Symbiose aus Kunst und Schönheitsideal in die Neuzeit. Das Spiegelbild wird zur Modeerscheinung und Selbstdarstellung in einem. Darüber hinaus präsentiert Sie eine Fotoserie, die sie in Venedig aufgenommen hat. Und obwohl die Motive an den bekannten Orten der Stadt fotografiert wurden, sind sie weit entfernt von einer typischen Reiseführer-Ästhetik oder klassischen Urlaubsmotiven. In ihrer gezielt mit Unschärfen arbeitenden Werkserie gelingt es ihr, eine sinnliche Ästhetik zu schaffen, die in einem touristischüberlaufenem Umfeld trotzdem so etwas wie eine sensible Individualität entfaltet.

Dank ihrer Arbeiten ist sie vor Kurzem an der Ruhrakademie zum Kunststudium zugelassen worden. Dort trafen Maike Reininghaus und Thomas Volkmann auch den Künstler Jochem Ahmann, der dort Dozent im Bereich Bildende Kunst ist.

Jochem Ahmann ist übrigens ein weiterer Künstler, der seine ironischen Arbeiten im Gewerbepark Eveking zeigt. Es gibt also viel spannende Kunst und noch schrägere Geschichten zu sehen und hören.

Zu sehen sind die Arbeiten zur Eröffnung am kommenden Samstag von 18 bis 23 Uhr und zusätzlich am Freitag, 22. April von 18 bis 22 Uhr im Gewerbepark Eveking.

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