CDU, SPD und FDP wollen den Westpark

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Wilhelm Jansen (SPD, von rechts), Stefan Ohrmann (CDU) und Friedhelm Hermes (FDP) erinnerten mit der Urkunde für den dritten Regionale-Stern daran, wie wichtig die Realisierung des Westparks für die positive Entwicklung der Stadt ihrer Ansicht nach ist.

Werdohl - In einem gemeinsamen Pressegespräch am Montag vor der Ratssitzung haben die Spitzen von CDU, SPD und FDP die Bürger gebeten, nicht gegen den Westpark zu unterschreiben. Der Westpark gehöre zu dem interkommunalen Projekt von acht Städten an der Lenne und diene einzig und allein dazu, Werdohl zukunftssicher zu machen. Jansen: „Wir stehen im Wort, das zu verwirklichen.“

Wilhelm Jansen (SPD), Stefan Ohrmann (CDU) und Friedhelm Hermes (FDP) setzen auf Argumente und Erklärungen. Sie würden sich weder gegen die drei Initiatoren des Bürgerbegehrens noch gegen die WBG aussprechen wollen, sondern bei den Bürgern für den Bau des Westparks werben. In allen acht Städten von Letmathe bis Schmallenberg würden gerade schöne Zugänge zur Lenne gebaut oder seien schon – wie in der Nachbarstadt Altena – erfolgreich fertiggestellt. Jansen beschrieb das wie eine Perlenschnur an der Lenne. Ohrmann: „Die Diskussion hier in Werdohl ruft bei den anderen Städten Kopfschütteln und Unverständnis hervor.“ Eine Stadt, die bereits zugesagte Fördergelder nicht nutze, sei sehr merkwürdig.

Mit der Vergabe des dritten Sterns des Regionale-Projektes Lenneschiene an Werdohl am 4. Juli 2012 sei der Startschuss gefallen. Stadtumbau West, Lennepromenade, Kulturbahnhof, Brüninghaus-Platz, Stadtspange – der Westpark sei immer Teil dieser Planungen gewesen und gehöre deshalb zum Gesamtpaket dazu.

Jansen: „Wenn ich das Gerede von der Steuerverschwendung höre, kriege ich komisches Sausen.“ Auf keinen Fall würden mit dem Bau des Westparks Steuergelder verschwendet. CDU, SPD und FDP sehen das genaue Gegenteil: „Wir Werdohler bekommen durch dieses Fördergeld vom Land unser dort eingezahltes Steuergeld zurück.“ Die 300 000 Euro vom Land müssten – ginge es nach den Westpark-Gegnern – vielmehr an das Land zurückgezahlt werden.

Die 5000 Euro Kosten, von denen auf der Unterschriftenliste gegen den Westpark die Rede ist, seien nur 20 Prozent des Honorars des Architekten für dessen jüngst an ihn erteilten Auftrags. In Wirklichkeit würden bei einem Verzicht auf den Westpark bis zu 80 000 Euro ausgegeben, ohne dafür etwas zu bekommen. Denn auch das müsse allen Westpark-Gegner klar sein: Wenn das Fördergeld zurückgezahlt wird, sei es einfach weg. Dieses Geld sei für nichts anderes zu gebrauchen, weder für neue Straßen noch für den Erhalt von Turnhallen noch für die Pflege von Spielplätzen. Ohrmann: „Das ist den Bürgern vermittelt worden, aber wir können das Geld nicht für etwas anderes ausgeben.“

Ohrmann: „Wir alle stehen voll hinter dem Konzept der Lenneschiene mitsamt dem Westpark.“ Die Motivation der Westpark-Gegner kann keiner der drei Politiker so recht verstehen: „Hier will sich doch keiner ein Denkmal setzen, es geht doch ausschließlich um die Verbesserung der Lebensumstände in unserer Stadt.“

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