CDU-Vorstoß zu Schulstandorten verursacht Ärger

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SPD-Fraktionschef Wilhelm Jansen ist sauer, weil die CDU in der Schuldebatte vorgesprescht ist.

Werdohl - Die Position der CDU-Fraktion, bei der anstehenden Diskussion über die Schullandschaft sämtliche Standorte erhalten zu wollen, hat besonders bei der SPD für starke Verärgerung gesorgt.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Wilhelm Jansen sprach am Montag im Hauptausschuss sogar von einem „Vertrauensbruch“ gegenüber den anderen Fraktionen.

Während der Jahreshauptversammlung der CDU am Donnerstagabend hatte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Christoph Plaßmann seiner Partei gegenüber die Haltung der Fraktion vorgestellt (wir berichteten in der Samstagsausgabe). Vorbehaltlich der Zustimmung der anderen Fraktionen im entsprechenden Arbeitskreis, so wurde Plaßmann zitiert, wolle die CDU die Position des Erhalts aller Standorte vertreten und um Zustimmung werben.

Während FDP-Sprecher Friedhelm Hermes diesen Vorstoß wohl auch kritisch sah, anerkannte er den Vorbehalt: „Wir finden im Arbeitskreis doch wieder zusammen.“

Wilhelm Jansen war nicht so schnell zu beruhigen. Seine Fraktion sei „stark verärgert“ und „sehr verwundert“ darüber, schließlich sei doch vereinbart worden, erst im Arbeitskreis am 16. März darüber zu sprechen. Außerdem habe die Verwaltung doch schon eine Menge Energie in die Sache gesteckt. Gespräche mit der Schulaufsicht stünden doch auch noch aus. Christoph Plaßmann entschuldigte sich bei Jansen: „Wenn ich gewusst hätte, dass es solchen Ärger hervorruft, dann hätte ich es nicht gesagt.“

Vernehmbaren Protest gab es auch vom WBG-Fraktionssprecher Thorsten Hänel. Die WBG sei über die CDU verärgert. Man habe doch vereinbart, die Schulpolitik mit allen Fraktionen gemeinsam möglichst im Konsens für Werdohl zu klären.

Bürgermeisterin Silvia Voßloh (CDU) wünschte sich, dass man sich im Arbeitskreis bald gut austauschen könne. Sie hoffe, dass der CDU-Vorstoß nicht zu einem Bruch führen werde.

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