Stadtpolitiker zu Gast bei den Schulpolitikern

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Bauamtsleiter Thomas Schröder und Bürgermeisterin Silvia Voßloh hörten den Belangen der Mädchen und Jungen geduldig zu und erklärten die aktuelle Sachlage.

Werdohl - Ein (Dauer-)Thema brennt den Ütterlingser Grundschülern bereits seit Monaten unter den Nägeln: Die Sperrung ihres im Mai 2014 erbauten Schulhof-Spielplatzes, die großteils bis heute andauert. Um auf den aktuellen Stand der Dinge gebracht zu werden, hatte das Schulparlament der Grundschule die Bürgermeisterin angeschrieben. Silvia Voßloh schaute daraufhin direkt bei den Mädchen und Jungen an der Danziger Straße vorbei.

„Die große Rutsche“ ist der absolute Favorit der Mädchen und Jungen. Allerdings ist diese bereits seit Sommer 2015 – und bis heute – gesperrt. Gerade einmal etwa ein Jahr konnten die Grundschüler den Außen-Spielbereich nutzen, bevor durch Experten Schäden an der rund 350 000 Euro teuren Schulhofumgestaltung festgestellt wurden.

„Da sind Dinge schief gelaufen und es wurden Fehler gemacht. Das kann dann gefährlich werden und wir wollen nicht, dass sich jemand von euch verletzt“, sagte Bürgermeisterin Silvia Voßloh im Dialog mit den Schülern. Deshalb sei die Stadt nicht um eine Sperrung der Geräte herumgekommen. Als Stadt-Experten auf dem Gebiet begleitete die Bürgermeisterin der Leiter des Fachbereichs Bauen, Thomas Schröder.

Schröder erklärte den Schülern, dass es auch in der Erwachsenenwelt sehr oft darum ginge, wer denn nun schuld an den Schäden sei. „Das ist ein bisschen wie auf dem Schulhof. Erstmal will es niemand gewesen sein“, so Schröder. Mit drei von vier deutschlandweit agierenden Firmen, die bei der Errichtung beteiligt waren, sei die Stadt sich aber mittlerweile einig, so dass es gute Nachrichten für die Grundschüler gibt: Nach den Osterferien sollen unter anderem der Kletterhügel und die Nestschaukel wieder freigegeben werden. So soll sich der Spielraum auf dem Schulhof, Stück für Stück und gefahrenfrei, wieder zurück vergrößern.

Bei weiteren Schäden, so versprach Schröder auf eine Frage eines Schülers, werde es sicherlich keine so lange Verzögerung geben, wie bisher.

Als Fazit zog die Schulleiterin Britta Schwarze, stellvertretend für die Schüler: „Das Schulparlament hat das Spielplatzprojekt von Anfang an mitgestaltet. Das liegt den Kindern sehr am Herzen. Wir bleiben dran.“

Voßloh lobte zudem das Engagement der Schüler in dem Gremium, das es seit nun mehr als vier Jahren gibt: „Es ist sehr begrüßenswert, was ihr macht. Bleibt weiterhin am Ball und lasst euch bei den Sachen, für die ihr euch einsetzt, nicht entmutigen. Schreibt mir wieder, wenn es etwas Neues gibt“, sagte Voßloh bei der Verabschiedung.

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