Westpark

Bürgerbegehren ist auf dem Weg

+
Andre Steckhan und Heide Schöneberg haben das Bürgerbegehren gestern bei Bürgermeisterin Silvia Voßloh (Mitte) angemeldet. Ebenfalls mit von der Partie, aber nicht auf dem Foto ist Dieter Benninghaus.

Werdohl - Das erste Bürgerbegehren in der Geschichte Werdohls wird konkret: Am Donnerstag haben Dieter Benninghaus, Andre Steckhan und Heide Schöneberg die Anmeldeunterlagen bei Bürgermeisterin Silvia Voßloh abgegeben. Jetzt ist die Stadtverwaltung am Zug.

Mit dem Bürgerbegehren will das Trio den vom Rat bereits beschlossenen Bau des Westparks noch verhindern. „Mit dem Bürgerbegehren möchten wir in erster Linie erreichen, dass der Bürger entscheidet, ob der Westpark gebaut wird. Das ist die letzte Möglichkeit für die Bürger, daran noch zu rütteln“, erklärte Andre Steckhan.

Er ist wie auch andere Gegner des Projektes nicht davon überzeugt, dass Werdohl eine weitere Freizeitanlage braucht. „Die Stadt ist schon seit Jahren nicht in der Lage, die Wiese zu mähen. Wie will sie dann erst den Westpark pflegen?“, argumentiert er mit dem erhöhten Pflegeaufwand. 

Dass Werdohl selbst zu dem 390 000-Euro-Projekt nur 78 000 Euro beitragen muss, lässt er nicht als Argument für den Westpark gelten. „Es kann doch nicht sein, dass man nach der Kohle greift, nur weil sie da liegt“, sagt er und gibt zu bedenken, dass letztlich alle Kosten vom Steuerzahler aufzubringen seien. Auch für Heide Schönenberg ist der Bau des Westparks „Verplempern von Steuergeldern“.

Um das Bürgerbegehren zum Erfolg zu führen, benötigen die Westpark-Gegner jetzt mindestens 1200 Unterschriften. Alleine können Benninghaus, Schöneberg und Steckhan die natürlich kaum sammeln. „Wir haben aber schon jetzt ganz viele Unterstützer“, versichert Schöneberg.

Mit dem Sammeln der Unterschriften können die Initiatoren und ihre Helfer allerdings noch nicht beginnen, denn zunächst ist jetzt die Stadtverwaltung gefragt. Sie muss zeitnah die Kosten ermitteln, die der Stadt durch einen Verzicht auf den Westpark entstehen würden. Diese Angabe ist dann Bestandteil des Bürgerbegehrens, erst wenn sie vorliegt, kann das Verfahren weitergehen. 

Wann genau und bei welchen Gelegenheiten die Westpark-Gegner die benötigten Unterschriften sammeln wollen, steht noch nicht fest. „Wir haben jetzt erst einmal Zeit gewonnen“, sagte Steckhan mit Blick auf die Tatsache, dass die für das Bürgerbegehren geltende Frist durch die gestrige Anmeldung unterbrochen ist. „Jetzt überlegen wir uns, wie wir weiter vorgehen wollen.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare