Bürgerbegehren: WBG wartet auf Ergebnis

Prüfung zieht sich in die Länge

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Das Wiesengelände zwischen Dammstraße und Lenne, hier vom Remmelshagen aus betrachtet, soll zum Westpark mit Wohnmobilstellplätzen und Freizeitanlage umgebaut werden.

Werdohl - Die Werdohler Bürgergemeinschaft (WBG) wartet nach wie vor auf das Ergebnis einer juristischen Prüfung, ob sie gegen den Ratsbeschluss zum Westpark ein Bürgerbegehren anstrengen kann. „Wir waren vielleicht ein bisschen zu optimistisch“, räumte Fraktionssprecher Volker Oßenberg gestern ein.

Kurz nach der Ratssitzung vom 9. Mai, in der der endgültige Beschluss zum Bau des Westparks gefasst worden war, hatte Oßenberg davon gesprochen, dass die Prüfung „ein bis zwei Tage“ in Anspruch nehmen werde. Daraus sind mittlerweile fast zwei Wochen geworden. „Es mussten noch Unterlagen beigebracht werden“, begründete Oßenberg, warum sich die Prüfung in die Länge zieht.

Für den Anfang der nächsten Woche erwarte die WBG aber nun definitiv eine abschließende Bewertung. Die Prüfung dreht sich um die Frage, ob ein Bürgerbegehren nur gegen einen schon früher gefassten Ratsbeschluss zum Westpark möglich und die Frist damit bereits abgelaufen ist, oder ob der Beschluss vom 9. Mai die Grundlage für ein Bürgerbegehren wäre.

Die Wartezeit hat die WBG inzwischen dafür genutzt, mit Bürgern über das umstrittene Bauprojekt ins Gespräch zu kommen. Am vergangenen Samstag haben WBG-Vertreter in der Innenstadt für ihre Position geworben. „Leider war die Stadt an diesem Morgen sehr schlecht besucht“, blickte Oßenberg zurück.

Dennoch hätten die WBG-Mitglieder „einige gute Gespräche“ führen können, sowohl mit Befürwortern als auch mit Gegnern der Westpark-Pläne. „Man hat gemerkt, dass die Bevölkerung in dieser Angelegenheit gespalten ist, das hat sich auch in unseren Gesprächen widergespiegelt“, sagte der Fraktionssprecher. Immerhin habe die WBG durch den Austausch neue Denkanstöße bekommen.

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