Buchautorin Doris Althoff stellt Schulmonster Kamo vor

+
Schulleiterin Christel Kringe sprang für die erkrankte Autorin ein. Sie las den Viertklässlern zwei Geschichten des Schulmonsters vor

Werdohl - Er ist nicht besonders groß, kuschelig und irgendwie niedlich. Doch am liebsten möchte der Hasenhörnchenhamster richtig gefährlich wirken. Schließlich ist Kamo ein katholisches Grundschulmonster – das die Viertklässler der St. Michael-Schule am Dienstag sofort in ihr Herz geschlossen haben.

Die „Monstermutter“ und Werdohler Autorin Doris Althoff war gestern Morgen an der Schulstraße zu Gast, um den Schülern ihren neuen Mitbewohner vorzustellen. Anlässlich des Schuljubiläums hatte die Werdohlerin, selbst Mutter eines St. Michael-Grundschülers, ein ganz besonderes Buch fertig gestellt: Titelheld Kamo lebt in der St. Michael-Grundschule und treibt dort allerhand Schabernack.

„Noch ist es ein Geheimnis“, verriet Schulleiterin Christel Kringe den gespannten Viertklässlern. Doch bald, so versicherte sie, werde Kamo nicht nur stadtbekannt sein. „Er bekommt eine eigene Internetseite“, berichtete sie den Kindern. Dann übergab sie das Wort an Doris Althoff, die den Kindern eigentlich aus dem Schulmonster-Buch vorlesen wollte. Doch eine Erkältung mit Heiserkeit vereitelte diesen Plan, so dass Kringe für die Autorin einsprang. Trotzdem ließ es sich Althoff nicht nehmen, den Kindern Kamo-Grundkenntnisse zu vermitteln. Dazu hatte sie das Schulmonster – als Stofftierausführung – mitgebracht. „Kamo hat ein langes Hasenohr, den Schwanz eines Eichhörnchens und Hamsterzähne“, erklärte Althoff. „Außerdem hamstert er gerne“, berichtete sie. Und in einer Grundschule gebe es schließlich stets viele Dinge, die man sammeln könne. Denn bekanntlich ließen Grundschüler gelegentlich das eine oder andere in ihrer Schule liegen.

Althoff hatte sich – aus Krankheitsgründen – einen Schal um den Hals gelegt. Ein solches Accessoire – allerdings ein auffälligeres Plüschmodell – trägt auch Kamo. Und dass dieser Schal eine ganz besondere Bewandtnis hat, erfuhren die Viertklässler ebenfalls: „Der Schal macht Kamo unsichtbar“, erläuterte die Autorin. Allerdings: Wer das Schulmonster einmal ohne Schal gesehen habe, der könne es fortan immer sehen, verriet sie weiter. Dann las Kringe den Mädchen und Jungen das erste Kapitel vor, in dem sie selbst mehrmals erwähnt wird. Gespannt hörten die Schüler, wie die Zweitklässler Marie und Jona dem St. Michael-Monster zum ersten Mal begegnen. Amüsiert erkannten sie ihre Schule und die Beschreibung des Miteinanders an ihrer Schule während der Lesung wieder.

Die Autorin Doris Althoff hatte den Kinder eine Stofftier-Version des Hasenhörnchenhamsters Kamo mitgebracht.

Als Zugabe las Kringe noch eine Zirkusgeschichte vor, in der Kamo – er kann natürlich sprechen und dichtet regelmäßig eigentlich unmöglich lange Wörter – ebenfalls eine wichtige Rolle spielt. Diese, so sagte die Schulleiterin augenzwinkernd, habe Althoff kürzlich noch aus aktuellem Anlass geschrieben.

Die Kamo-Geschichten habe sie schon vor langer Zeit geschrieben, berichtete Althoff. „Eigentlich verfasse ich Krimis und Kurzgeschichten für Erwachsene. Aber meine Kinder haben gequengelt, dass ich auch einmal etwas für sie schreiben soll. Ich habe mir dann überlegt, dass eine Schule ein Maskottchen gut gebrauchen kann“, schildert die Autorin, wie es zur Kamos „Geburt“ kam.

Das 72-seitige Buch soll in den Sommerferien gedruckt werden. 150 Exemplare werde es zunächst geben, die dann im Rahmen des Schuljubiläumsfestes am 27. September erhältlich sein sollen. „Was sie kosten, steht noch nicht fest“, sagt Althoff, die auch für Kamo-Merchandise-Artikel sorgen will. Fest stehe aber: „Der Erlös soll dem Förderverein der Schule zugute kommen.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare