Buch: Werdohl im Ersten Weltkrieg

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Heinz Rohe (r.) hat fast ein ganzes Jahr recherchiert. Das Ergebnis seiner Arbeit präsentiert er jetzt gemeinsam mit Heiner Burkhardt.

Werdohl - Viel Zeit hat der Neuenrader Heinz Rohe in den vergangenen zwölf Monaten in Archiven verbracht – unter anderem auch in dem des Süderländer Volksfreunds. Jetzt präsentiert der 67-Jährige gemeinsam mit Heiner Burkhardt, dem Vorsitzenden des Heimat- und Geschichtsvereins, das Ergebnis seiner Arbeit: Das Buch „Werdohl im Ersten Weltkrieg“.

Auf die Idee als Autor tätig zu werden, brachten den pensionierten Schulleiter Geschichtsinteressierte. Rohe hatte sich im Rahmen der Mitgliederversammlung des Heimatvereins im vergangenen Jahr als Referent mit dem Ersten Weltkrieg in Werdohl auseinandergesetzt. „Anschließend gab es zahlreiche Rückmeldungen“, erinnert sich Rohe. „Viele meinten, dass dieses Wissen um die Werdohler Geschichte nicht einfach so verpuffen darf.“

Daraufhin tauchte der pensionierte Schulleiter noch tiefer in die Materie ein, durchforstete beispielsweise das Stadtarchiv und trug, wo immer es möglich war, alte Dokumente zusammen. Auch die Interviews mit damaligen Kriegskindern, die die jetzige Neuenraderin Hacer Breil in den 80er-Jahren geführt hatte, dienten als Informationsgrundlage.

So entstand ein beachtlicher Fundus, den Rohe schließlich auf 212 Seiten im Din-A4-Format verewigt hat. Mit Hilfe von 157 Dokumenten und Bildern beschreibt er vor dem Hindergrund der allgemeinen Vorgänge den Krieg an der Heimatfront in der damaligen Gemeinde Werdohl. „Das Buch vermittelt einen Eindruck davon, welche Auswirkungen der Erste Weltkrieg auf die damalige Gemeinde und die damals in Werdohl lebenden Menschen – Männer, Frauen und Kinder – hatte“, erklärt Rohe. Er weiß: „Vor dem Ersten Weltkrieg war Werdohl eine wirtschaftlich blühende Gemeinde im damaligen Königlich Preußischen Landkreis Altena.“

Wer das Buch aufschlägt, stößt nicht nur auf viele stadtbekannte Namen; er begibt sich auch auf eine Zeitreise. Dem Betrachter lächeln zum Beispiel die „Kleinen Schwestern von Werdohl und dem Versethal“ entgegen. Die Schülerinnen wohnten im damaligen Ledigenheim, dem heutigen Rathaus. Sie ließen sich in Sonntagskleidern ablichten und sandten den Soldaten auf diesem Weg Grüße und ermunternde Worte an die Front.

Herausgeber des Buches „Werdohl im Ersten Weltkrieg, Der Krieg an der ,Heimatfront‘ in einer sauerländischen Gemeinde“ ist der Heimat- und Geschichtsverein Werdohl. Zum Preis von 30 Euro kann das Werk von Heinz Rohe beim Verfasser persönlich bestellt werden, Tel. 0 23 92 / 6 16 46, E-Mail: s-h.rohe@t-online.de. Bestelllisten sowie jeweils ein Ansichtsexemplar liegen zudem im Stadtmuseum am Bahnhof sowie in der Redaktion des Süderländer Volksfreunds aus.

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