Brüninghaus-Platz: 118 mögliche Verursacher für Pflaster-Dellen

Werdohl - Die Stadt Werdohl wird auf dem Schaden, den der Fahrer eines in Zwickau zugelassenen Sattelschleppers bei einem Wendemanöver auf dem gerade erst fertig gestellten Brüninghaus-Platz angerichtet hat, wahrscheinlich sitzen bleiben.

Die Aussichten, dass die Polizei den Verursacher des Schadens noch ausfindig machen kann, sind jedenfalls äußerst gering. Zwischen 6 und 8 Uhr am Morgen des 14. Oktober hatte der 40-Tonner sich vermutlich in die Freiheitstraße verfahren. 

Der Fahrer soll daraufhin versucht haben, auf dem Brüninghaus-Platz zu wenden. Zurück blieben 150 Quadratmetern beschädigten Natursteinpflasters. Die Steine sind inzwischen aufgenommen worden, seit gestern werden sie in Handarbeit neu verlegt. 

Vorgang liegt bei der Staatsanwaltschaft

Der Polizei liegt neben dem Zeitraum, in dem das Wendemanöver stattgefunden haben soll, nur ein Fragment des Zwicker-Kennzeichens vor, das ein Augenzeuge abgelesen hat. Eine Datenbank-Abfrage habe inzwischen ergeben, dass 118 Fahrzeuge als Verursacher des Schaden infrage kommen, teilte Polizei-Pressesprecher Dietmar Boronowski gestern auf Nachfrage mit. 

Der Vorgang liege nun bei der Staatsanwaltschaft, die zu entscheiden habe, ob weitere Ermittlungen angestellt werden. Bei der Stadt wird derzeit geprüft, ob der Schaden in vierstelliger Höhe eventuell von einer Versicherung gedeckt ist. Stadtplaner Stefan Groß versicherte, dass der Brüninghaus-Platz grundsätzlich auch mit schweren Fahrzeugen befahren werden könne.

Das sei er sogar ausdrücklich vorgesehen, um dort Veranstaltungen wie eine Kirmes oder Märkte durchführen zu können. Groß: „Für einen vollbeladenen 40-Tonner, der auf der Stelle dreht, ist dieses Pflaster aber nicht ausgelegt. Das war das Todesurteil für diese Stelle.“

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