138 Werdohler bei erstem Blutspendetermin im Gemeindehaus

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Der Hämoglobin-Wert zeigt an, ob im Körper ausreichend Eisen vorhanden ist. Blutspendebeauftragte Silvia Linnhoff ermittelte am Dienstag bei diesem Erstspender den Wert über das Ohr.

Werdohl - „Die Blutreserven reichen normalerweise für ein paar Tage, bis sie ihre Haltbarkeit verlieren. Nun aber waren die Reserven wegen der vielen Feiertage leer“, weiß Gerda Kroehnert, stellvertretende Teamleiterin beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Werdohl. Um diese Reserven wieder aufzufüllen, hatte das DRK am Dienstag zum Spendetermin ins evangelische Gemeindehaus gebeten.

„Dabei geht es aber vor allem um die Blutgruppe null negativ. Diese ist sehr selten und daher besonders knapp“, so Kroehnert. Da sie mit allen anderen Blutgruppen kompatibel ist und in Notfällen schnell eingesetzt werden kann, ist sie besonders bedeutsam. Umso erfreuter sind die Helfer und Mitarbeiter des DRK über die sehr erfolgreiche Blutspende, die am Dienstag erstmals in diesem Jahr stattfand.

Insgesamt nahmen 138 Spender teil, fünf davon waren Erstspender. Darüber hinaus gab es sechs Ehrungen. Manfred Egger gab zum 75. Mal sein Blut ab, Stefan Kruse zum 50. Mal und für Ulrich Remmel war es die 25. Spende. Neben einer Ehrennadel erhielten sie außerdem eine Urkunde und einen Edeka-Gutschein. Für die bisher 10. Spende wurden Birgit Persin, Anna-Sophie Schmidt und Ingo Hein geehrt. Bevor jedoch ein halber Liter Blut gespendet wird, werden alle Teilnehmer hinsichtlich ihrer Gesundheit genau untersucht und befragt. Unter anderem werden der Blutdruck sowie Puls gemessen.

„Wir haben freiwillige Helfer, die zum Beispiel auch in der Küche tätig sind und für Gebäck, Brötchen und Getränke sorgen. Außerdem erhält jeder Spender eine Tafel Schokolade“, so die Blutspendebeauftragte Silvia Linnhoff. Alle Spender zwischen 18 und 40 Jahren konnten sich zusätzlich auch in die Knochenmarkspenderdatei aufnehmen lassen, die unter anderem für Leukämiepatienten lebenswichtig sein kann.

„Das ist schon eher eine Besonderheit und wird vielleicht einmal im Jahr angeboten“, erzählte Joachim Schindler, der am Dienstag als freier Mitarbeiter im Auftrag der Stefan Morsch Stiftung in Werdohl für die Durchführung verantwortlich war. Die Typisierung erfolge im Rahmen der Spende. Lediglich ein Fingerhut werde dem gespendeten Blut entnommen.

„Die Gewebemerkmale des Bluts werden bestimmt, in der Spenderdatei gespeichert und schließlich an das Zentralregister in Ulm weitergeleitet“, berichtete Schindler. „Die persönlichen Daten bleiben aber bis zur Spende anonym. Beim Zentralregister ist nur eine Nummer hinterlegt. Falls man als Spender in Frage kommt, kann anhand dieser Nummer lediglich der Ort der Typisierung nachvollzogen werden. Nur dort sind die Daten hinterlegt.“

Sinnvoll sei dies, da der mögliche Spender zuerst informiert werde und dann entscheiden könne, ob die Spende für ihn tatsächlich in Frage komme. Dabei sei die Stammzellenspende ähnlich der einer Blutspende: „Sie dauert nur länger, so etwa vier Stunden, da die Stammzellen ausgewaschen werden“, so Schindler. Registrierte Spender bleiben bis zum 61. Lebensjahr in der Datei.

Der nächste Blutspendetermin findet erneut im evangelischen Gemeindehaus an der Freiheitstraße 23 statt und beginnt kommenden Montag um 15.30 Uhr und dauert bis 20 Uhr. Dort wird es ebenfalls die Möglichkeit zur Typisierung und Aufnahme in die Knochenmarkspenderdatei geben.

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