„Einen besonderen Einblick in Stadtgeschichte bekommen“

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An einem großen Touchscreen können die Besucher des Stadtmuseums ein Werdohl-Quiz absolvieren und sich historische Fotos, auf diesem Bild aus der damaligen Schulzeit, ansehen.

Werdohl - Im Pariser Louvre, auf der Museumsinsel in Berlin, dem Vatikanmuseum in Rom und im Stadtmuseum am Werdohler Kulturbahnhof: Am Sonntag, 22. Mai, stehen in Museen auf der ganzen Welt besondere Aktionen zu den Themen Kultur und Geschichte im Mittelpunkt.

„Zwar wissen wir nicht, was unsere Kollegen im Louvre vorbereitet haben“, sagt Heiner Burkhardt, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins (HGV), „aber ich kann versprechen, dass die Besucher unseres Hauses am Internationalen Museumstag einen besonderen Einblick in die Stadtgeschichte bekommen werden.“

Das Programm, das der Verein gemeinsam mit der Kunstwerkstatt im Bahnhof (Kuba) ausgearbeitet hat, soll sich vor allem an die Kinder der Werdohler Schulen richten. „Der Geschichtsunterricht zu meiner Schulzeit war wirklich langweilig“, erinnert sich Heiner Burkhardt. Langeweile soll am 22. Mai jedoch ein Fremdwort für die Besucher des Stadtmuseums sein. Deshalb sind altersgerecht aufbereitete Führungen durch die vier Themenräume der Dauerausstellung mit Heiner Burkhardt und Museumspädagogin Olga Falz geplant.

Die Museumspädagogin rät bereits im Vorfeld, dass es von Vorteil sein könnte „mit Zettel und Stift ausgerüstet zu sein“. Denn: Im Anschluss an die Führungen dürfen die jungen Teilnehmer ihrer Fantasie im Obergeschoss des Stadtmuseums freien Lauf lassen. In der Kuba, der Kunstwerkstatt für Kinder und Jugendliche, besteht unter der Leitung von Annette Kögel die Möglichkeit, das zuvor Erlebte in Zeichnung und Bild umzusetzen. Doch nicht nur mit Stift und Pinsel soll an diesem Tag kreativ gearbeitet werden können: Aus Hartschaumplatten hat Annette Kögel die Silhouette der Kilianskirche nachempfunden. „Je nachdem, wie viele Voranmeldungen es geben wird, werde ich eine entsprechende Anzahl an Hartschaum-Kirchen vorbereiten. An diesen können die Kinder dann beispielsweise Reliefs herausarbeiten“, erklärt die Kuba-Leiterin. Zudem können die Teilnehmer verschiedene Gebäude des Stadtgebietes in Miniatur aus Knetmasse herstellen. Dafür wird die Keramikerin Sabine Schlosser Tipps geben und Tricks verraten.

Der künstlerische Teil des Museumstages soll vor allem dazu dienen, „dass sich die Kinder den Inhalt der Führungen spielerisch einprägen können“, betont Heiner Burkhardt. „Spielerisch“ und vor allem multimedial, sollen die Führungen für die Kinder besonders interessant gestaltet werden: „Vom Quetschen zu mehreren Personen auf der engen historischen Schulbank, bis zum Werdohl-Quiz auf einem großen Touch-screen – hier kann die Historie unserer Stadt auf viele Arten und Weisen kennengelernt werden“, unterstreicht der HGV-Vorsitzende. Olga Falz und Annette Kögel ergänzen abschließend: „Es ist interessant, in die Geschichte der eigenen Stadt einzutauchen. Viele Dinge sind für die Teilnehmer von Führungen natürlich viel leichter vorstellbar, da sie ihre Stadt kennen.“

Führungen durch das Stadtmuseum finden am 22. Mai um 10.30 Uhr, 11.30 Uhr, 13 Uhr und 14 Uhr statt. Geöffnet hat das Museum von 10 bis 15 Uhr. Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind telefonisch über die Rufnummer 0 23 92 / 1 04 15 erwünscht, ein Besuch ist jedoch auch spontan und unangemeldet möglich.

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