Freiwillige pflanzen 3500 Bäume für Stadtwald

Rund 20 Helfer sind in dieser Woche im Stadtwald oberhalb der Landwehr im Einsatz, um insgesamt 3500 Bäume, gespendet von der Deutschen Bahn, zu pflanzen.

Werdohl - 3500 Bäume sollen innerhalb von sieben Tagen angepflanzt werden – rund 20 freiwillige Helfer sind dazu seit Ostersonntag im Rahmen des Bergwaldprojektes in Werdohl im Einsatz. Viele von ihnen nehmen bereits zum wiederholten Mal an solch einer Aktion teil.

Mit festen Schuhen, Arbeitshandschuhen und so genannten Wiedehopfhauen (Hacken) bewaffnet, machten sich die rund 20 Freiwilligen gemeinsam mit Projektleiterin Anna Helms auf den Weg in den Stadtwald. Orkan „Kyrill“ hatte 2007 auch dort, hinter dem evangelischen Friedhof oberhalb der Landwehr, einige Bäume umgerissen. Um dort nun einen stabilen Mischwald zu errichten, kooperiert das Bergwaldprojekt seit 2008 mit der Stadt Werdohl. Eichen, Buchen und Kirschen werden dort angepflanzt.

Einige Himbeersträucher und Ginster müssten zudem entfernt werden, erklärt Kevin Hauser, städtischer Revierleiter und Förster. Er betreut das Projekt zum zweiten Mal. „Das ist wirklich eine tolle Sache“, sagt Hauser. Der Förster freut sich über die rege Teilnahme an dem Projekt, schließlich arbeiten die Menschen in ihrer Freizeit freiwillig im Wald.

Die meisten Freiwilligen haben von Freunden von dem Projekt erfahren und wollten ebenfalls Gutes tun. Aber auch über Zeitungsberichte, das Radio oder Informationen der Deutschen Bahn wurden die Freiwilligen darauf aufmerksam gemacht. Die Deutsche Bahn hatte über das Bahn-Bonus-Programm aufgerufen, die Bonuspunkte in das Projekt zu investieren. „Mit Ihrer Naturprämie engagieren Sie sich für den Aufbau eines stabilen und standortheimischen Laubmischwaldes in Werdohl“, schreibt die Bahn.

Viele der Freiwilligen engagieren sich bereits zum wiederholten Mal bei dem Projekt. „Man sieht viel von Deutschland“, sagt eine Helferin. Sie will auch in Zukunft im Rahmen des Bergwaldprojektes Bäume pflanzen. Bereits seit Sonntag sind sie im Einsatz. Sie kommen aus dem Ruhrgebiet, Berlin, Freiburg oder der Schweiz. Zu Beginn haben sie in einer Einführung alles über das Bäumeplanzen und die Arbeiten am Hang gelernt.

Die Idee des Projektes liegt laut Anna Helms darin, aktiv am Waldumbau beteiligt zu sein und gleichzeitig über die Natur aufgeklärt zu werden. Vor allem, sich eine Woche Zeit zu nehmen, um neue Leute kennen zu lernen und in einer Gruppe den Wald zu erleben, sei Ziel des Bergwaldprojektes. „Wir schauen hier einfach mal über unseren Tellerrand hinaus“, sagte eine Teilnehmerin.

Von Nathalie Kirsch

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