Selbsternte von Erdbeeren wird zum Freizeit-Event

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Knallrot, süß und lecker – die Vorteile von selbstgepflückten Erdbeeren liegen für Knut Schulze Neuhoff, der unter anderem auf Rosmart Landwirtschaft betreibt, klar auf der Hand.

Werdohl - Knallrot, zuckersüß und gesund – gerade jetzt in der Sommerzeit sind Erdbeeren ein beliebter Snack. Doch anstelle einfach im Supermarkt ein Schälchen der Feldfrüchte zu kaufen, pflücken einige Menschen lieber noch selbst.

Seit vier Jahrzehnten erntet Peter Lorenz seine Erdbeeren selbst. Seit zehn Jahren begleitet ihn sein Enkel Alexander.

„Da weiß man, was man hat“, sagt Peter Lorenz, der mit seinem Enkel Alexander auf dem Feld auf Rosmart seine Körbe füllt. „Über die Jahre gesehen ist die Beliebtheit des Selbstpflückens zurückgegangen“, sagt Knut Schulze Neuhoff, der unter anderem seit gut 18 Jahren im Dreiländereck zwischen Lüdenscheid, Altena und Werdohl Landwirtschaft betreibt. „Das ist immer mehr zu einem Wochenend-Event für die ganze Familie geworden. Selbst Ältere haben immer weniger Zeit oder Lust auf Einmach-Geschichten“, stellt der Erdbeerbauer fest. Dabei lägen die Vorteile der Selbsternte auf der Hand: „Die Qualität direkt vom Feld ist unschlagbar. Zudem ist man an der frischen Luft und in der Natur.“

Lange wird die Ernte von Marion Klemke und ihrer Tochter Scarlett Deriks nicht halten. „Hauptsächlich essen wir die Erdbeeren sofort – mit Joghurt oder Eis“, sagt die Mutter, die von der Qualität der Feldfrüchte überzeugt ist und fügt hinzu: „Hier kann man sich die besten Erdbeeren aussuchen.“ Gut zwei Körbe werden sie zusammensammeln. „Es ist wie eine Sucht. Wenn man einmal mit dem Pflücken anfängt, dann hört man so schnell nicht wieder auf“, sagt die gebürtige Werdohlerin Marion Klemke, die nun extra aus Schwerte zum Erdbeerenpflücken mit ihrer Tochter auf die Rosmarter Höhen kommt.

Geschmack, Farbe und Größe - man merkt den Geschmack

Die Sucht am Selbstpflücken hat Scarlett Deriks aus Werdohl und ihre Mutter Marion Klemke aus Schwerte gepackt.

Selbst die Wärme auf dem Feld hält die passionierten Pflücker nicht ab. „Ob am Geschmack, in der Farbe und an der Größe – man merkt einfach den Unterschied“, betont Scarlett Deriks. „Da lohnt sich die ganze Arbeit richtig.“ Auch Peter Lorenz und sein Enkel Alexander gehen jedes Jahr – der Großvater schon seit über vier Jahrzehnten – aufs Feld. „Meine Enkel mögen einfach selbst gemachte Marmelade. Die aus dem Geschäft schmeckt ihnen nicht so“, sagt der Lüdenscheider Lorenz. Zwei bis drei Mal, mit jeweils rund acht Kilogramm Früchten, geht die Familie Lorenz während der Erntezeit von Anfang Juni bis Mitte Juli nach Hause. Das reiche fürs ganze Jahr, sagt Peter Lorenz.

Den Erdbeeren bekommt die Hitze derweil nicht gut – mit der „Schönheit“ kann es dann schnell vorbei sein. „Bei Temperaturen über 30 Grad Celsius und viel Sonnenschein bekommen die Früchte weiße Bläschen – einen richtigen Sonnenbrand“, erklärt Knut Schulze Neuhoff, „deshalb hoffen wir in den nächsten Tagen auf angenehmere Temperaturen.“

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