Informativer Gang durch das „Wohnzimmer der Stadt“

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Stadtplaner Stefan Groß (l.) erläuterte die Fortschritte auf der Baustelle zwischen Lenneufer und Freiheitstraße.

Werdohl - „Und wann soll das alles fertig sein?“, lautete eine Frage am Ende der Baustellenbegehung mit Stadtplaner Stefan Groß am Donnerstagmorgen. „Im Herbst 2016“, war die Antwort. Den Teilnehmern des Ganges über Lennespange und Brüninghaus-Platz war aber klar: Bis dahin ist noch viel zu tun.

Die Stadt Werdohl hatte die Besichtigung der wohl bekanntesten Baustelle im Stadtgebiet angeboten, und etwa 20 Interessierte ließen sich diese Gelegenheit, Informationen aus erster Hand zu erhalten, nicht entgehen. Stadtplaner Stefan Groß führte die Gruppe vom Lenneufer zur Freiheitstraße.

Dabei erklärte er, wie und warum am Parkplatz an der Goethestraße ein Zugang zur Lenne geschaffen wurde („Wir wollen die Lenne als Fluss in der Stadt wieder erlebbar machen.“), dass die so genannte Lennespange zwischen Brüninghaus-Platz und Flussufer auf ihrer Oberfläche silberfarbene Ornamente erhalten und von Bäumen und Laternen gesäumt werde und dass der Schacht für den neuen Brunnen auf dem Brüninghaus-Platz schon in der nächsten Woche geliefert werde.

Die umfangreichen Arbeiten zur Neugestaltung des großen Platzes in der Innenstadt, nach Groß’ Worten das „Wohnzimmer der Stadt“ sollen aber vor dem Winter nicht mehr angepackt werden. „Wir wollen hier kein Chaos hinterlassen“, begründete der Experte aus dem Rathaus. Der Einbau des Brunnen-Schachtes, eine „relativ aufwändige Arbeit“, sei der vorerst letzte Schritt vor der Winterpause.

Erst im Frühjahr soll es weitergehen: Die Hochbeete sollen verschwinden, die alten Betonplatten durch Granit-Steine ersetzt und Sitzgelegenheiten aus Steinblöcken geschaffen werden. Außerdem soll der neue Brunnen gebaut werden: sechs Meter im Durchmesser, mit kleinem Wasserspiel und einer farbigen Beleuchtung.

Auch die neuen Bäume, etwa fünf Meter hohe Sumpfeichen, sollen zu diesem Zeitpunkt gepflanzt werden. In diese Bäume soll nach dem Vorbild Bahnhofstraße eine Weihnachtsbeleuchtung integriert werden. „Wir wünschen uns auch eine Beleuchtung im Sommer und werden dafür auch die Vorkehrungen treffen. Allerdings ist noch ungewiss, ob dafür genug Geld da ist“, sagte Stefan Groß. Auch über die Zukunft des Vereinsbaums ist noch nicht endgültig entschieden. Sicher sei nur, dass er vom Brüninghaus-Platz verschwinden werde, erklärte Groß. Ein neuer Standort müsse noch gesucht werden.

Die in einer Bürgerbefragung angeregte Bühne werde es nicht geben. „Wir wollen da flexibel bleiben“, sagte Groß mit Verweis auf den Bühnenwagen des Bauhofes und Bühnenelemente, die in der Bücherei ausgeliehen werden könnten. Mit über den Platz verteilten Steckdosen und einer zentralen Versorgungssäule mit Wasser- und Abwasseranschluss sei aber an Veranstaltungen aller Art gedacht.

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