Kanalbau an Berliner Straße verzögert sich

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Hier darf an der Berliner Straße nicht mehr geparkt werden. Am Mittwoch soll in diesem Bereich Material für die geplante Baumaßnahme angeliefert werden.

Werdohl - Statt schwerem Gerät stehen aktuell nur Parkverbotsschilder an der Berliner Straße. Der eigentlich für Montag, 18. Januar, geplante Baubeginn am Kanalsystem wird witterungsbedingt nicht diese Woche starten können.

„Für die Arbeiten im Boden sind Temperaturen um die Null-Grad-Grenze beziehungsweise Plusgrade notwendig“, sagte Maike Huchtemeier von der ausführenden Firma, Straßen- und Tiefbau Ossenberg. Geplant sei, abhängig vom Wetter, eventuell kommenden Montag die rund 330 000 Euro teure Baumaßnahme zu starten.

„Eigentlich sollte der Kanalneubau am 18. Januar beginnen. Die letzten Winter waren immer recht mild, so dass es sonst keine Unterbrechungen von Tiefbaumaßnahmen in Werdohl geben musste“, sagte Thomas Schmidt, Sachbearbeiter im Bereich Tiefbau der Stadt Werdohl. Diese Maßnahmen, zu denen auch die Baustelle an der Berliner Straße gehören würde, seien stark wetterabhängig. Bei Minusgraden sei deshalb eine ordnungsgemäße Durchführung nicht gewährleistet. So könnten unter anderem Hohlräume entstehen, die die Gefahr eine Absackens des Bodens nach sich ziehen könnten.

Thomas Schmidt hofft auf eine kurzfristige Verbesserung der Witterung, so „dass so bald wie möglich die Arbeiten beginnen können.“ Die Verzögerung sei ärgerlich, aber nicht zu vermeiden.

Bereits im Jahr 2009 waren bei Kamerakontrollfahrten im Kanalsystem der Berliner Straße Schäden aufgenommen worden. Diese Undichtigkeiten und Betonkorrusionen waren von den Sachverständigen der Stadt Werdohl jedoch als „weniger dringend“ klassifiziert, so dass die Erneuerung der Betonkonstruktion bisher verschoben werden konnte. Zu der Baumaßnahme an der Berliner Straße – die bis April fertig werden soll – gehören auch Kanal-Erneuerungen im Teilbereich Am Scherl. Diese, ebenfalls durchgeführt von der Firma Ossenberg, sollen jedoch erst nach Beendigung der Arbeiten an der Berliner Straße durchgeführt werden. „Die Anwohner dort werden von uns separat per Brief und über die Presse noch entsprechend benachrichtigt“, verspricht Schmidt. Dies solle jedoch nicht vor April geschehen.

Bis zum Beginn der Kanalarbeiten an der Berliner Straße wollte die Stadt den Anliegern eigentlich entgegen kommen und das bereits ausgeschilderte Parkverbot aussetzen. Das geht nun allerdings nicht. „Die Halteverbotsschilder behalten weiterhin ihre Gültigkeit, da Firma Ossenberg bereits am Mittwoch dieser Woche weitere Materiallieferungen erwartet“, erklärte Schmidt.

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