Hangbrücke: Eine Woche Verzögerung

+
Bis zu drei Meter tief frisst sich der Bohrer in den Felsen. In den Löchern wird die Verankerung für die Hangsicherung angebracht.

Werdohl - Dröhnend frisst sich die Bohrkrone in den Fels am Rand der Neuenrader Straße. Die Staubentwicklung ist enorm – auf den ersten Blick könnten die vorbeikommenden Autofahrer meinen, trockene Blätter hätten Feuer gefangen. Tatsächlich entsteht hier die Verankerung für die neue Hangsicherung.

„Die Bohrkrone ist 90 Millimeter dick“, erklärt Polier Martin Rickert, der gemeinsam mit Christian Schimpf die Baustelle leitet. Am Ende einer Teleskopbühne wird die Bohrkrone befestigt und erreicht so auch Felsblöcke, die einige Meter oberhalb der Straße liegen. Bis zu drei Meter bohre sich das Gerät in den Fels hinein, erläutert Rickert weiter. „Darin wird später die Verankerung für die Zäune angebracht.“ Wie große Netze sollen diese über den Hang gespannt werden und so verhindern, dass Steine auf die Neuenrader Straße herabfallen.

Um auch Felsen ein paar Meter oberhalb der Fahrbahn zu erreichen, wird eine Teleskopbühne eingesetzt. Daran wird ein 90 Millimeter starker Bohrkopf befestigt, den Polier Christian Schimpf steuert.

„Wir sollten eigentlich am 23. März fertig sein“, sagt Martin Rickert. „Aber es mussten wesentlich mehr Bäume geschnitten werden, als gedacht.“ Deshalb verschiebe sich die Bauzeit wahrscheinlich um eine Woche nach hinten. Bis zu zehn Mitarbeiter der Firma Feldhaus aus Sundern seien von 7 bis 18 Uhr im Einsatz, einige von ihnen auch an der B 229 im Versetal in Höhe der Blumenstraße, wo ebenfalls Hangsicherungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Ein paar Meter von der Teleskopbühne entfernt haben die Feldhaus-Arbeiter am Fahrbahnrand schon dünne Stangen aufgestellt, zwischen denen Netze gespannt sind. Auch diese Fangschürzen sollen verhindern, dass Steine auf die Straße fallen. „Sie halten aber nicht soviel Gewicht wie die großen Zäune“, erläutert Rickert. Auf den meisten Hangabschnitten kommen solche Fangschürzen daher nur zusätzlich zum Einsatz: Sie werden oberhalb der neuen Zäune aufgestellt, um kleinere Steine abzufangen. - Von Constanze Raidt

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare