Ampelanlage abgebaut

Bagger sollte Gefahrenpotential verringern - Wohnhaus eingestürzt

Das Haus in der Borbecke ist zusammengestürzt. Von dem Trümmerhaufen geht nun keine Gefahr für den Straßenverkehr mehr aus, deshalb konnte die Baustellenampel entfernt werden. - Foto: Bender

Werdohl - Nachdem am Dienstag ein 40-Tonner ein Haus an der B 229 in Werdohl schwer beschädigt hatte, hieß es, eine Fahrspur müsse für längere Zeit gesperrt werden. Doch schon am Mittwochmorgen war die Baustellenampel an der Borbecke wieder verschwunden - und das Haus komplett eingestürzt.

„Das Haus befand sich in Schräglage, die ganze Bedachung hätte auf die Straße stürzen können“, erklärt Stadtbrandmeister Manfred Theile. „Deshalb sollte dieser Gebäudeteil vorsichtig mit der Baggerschaufel zurückgedrückt werden.“ Bei diesem Versuch sei dann das ganze Haus zusammengestürzt.

„Von dem Trümmerhaufen geht jetzt keine Gefahr für den Straßenverkehr mehr aus“, stellt Theile fest. Deshalb habe Straßen.NRW die mobile Schutzwand wieder entfernt. Vor der Ruine haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes einen Bauzaun aufgestellt. Nachdem die Feuerwehr am Mittwoch die Reste des Bindemittels von der Fahrbahn entfernt hatte, konnte dann auch die Ampel wieder entfernt werden.

Keine Reifenpanne

Was die Ursache des Lkw-Unfalls angeht, gab es am Mittwochnachmittag noch keinen neuen Erkenntnisse. „Die Kollegen haben natürlich vor Ort alle Spuren gesichert und das Datenlesegeräte ausgelesen“, berichtet Polizeipressesprecher Dietmar Boronowski. Sein Handy habe der Lastwagenfahrer den Beamten freiwillig und ohne Zögern ausgehändigt. Das lasse wahrscheinlich darauf schließen, dass er das Gerät zum Unfallzeitpunkt nicht benutzt habe. Eine Reifenpanne habe der 40-Tonner allerdings nicht gehabt. „Das war sofort zu sehen, nachdem der Lkw wieder aufgerichtet war“, sagt Boronowski.

35 Euro Verwarnungsgeld

Sichergestellt hätten die Beamten das Fahrzeug nicht. „Dazu gab es keinen Grund, denn außer dem Fahrer selbst ist ja niemand verletzt worden“, erklärt der Pressesprecher. Grundsätzlich sei die Sache aus polizeilicher Sicht mit der Zahlung eines Verwarngeldes erledigt. Boronowski: „Wer von der Fahrbahn abkommt, zahlt 35 Euro. Die Höhe des Sachschadens spielt dabei überhaupt keine Rolle.“

Schwerer Unfall auf der B 229 - Lkw zerstört ein Wohnhaus

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