Kleiderkammer und weitere Angebote der Awo ziehen um

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Der Awo-Vorsitzende Herbert Scholz und Beisitzerin Margret Ormeloh schauten sich im Pungelscheider Kindergarten in den Räumen um, in die spätestens im Sommer die Kleiderkammer einziehen soll.

Werdohl - Der Awo-Ortsverein Werdohl wird mit seiner Kleiderkammer von Kleinhammer nach Pungelscheid umziehen und auch weitere Teile seines Angebotes auf die Höhen Werdohls verlagern. Was genau geplant ist, erläuterten der Vorsitzende Herbert Scholz und Beisitzerin Margret Ormeloh bei einem Ortstermin an der Meilerstraße.

Bislang ist die Kleiderkammer der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in der Grundschule Kleinhammer untergebracht. Diese Räume wird in Zukunft aber die Schule selbst für ein Betreuungsangebot nutzen, so dass die Awo sich nach einer Alternative umschauen musste.

Die Wahl fiel auf die ehemaligen Jugendräume im Untergeschoss der Kindertagesstätte Sonnenschein in Pungelscheid. Dort laufen bereits seit geraumer Zeit die Umbau- und Sanierungsarbeiten. Unter anderem müssen die Ursachen für Feuchtigkeitsschäden an dem Gebäude behoben werden, aber auch der Grundriss wurde bereits verändert, damit die Räume zukünftig die Bedürfnisse von Kindergarten und Awo gleichermaßen erfüllen.

Beispielsweise teilen sich beide Partner einen Mehrzweckraum: Die Kindertageseinrichtung nutzt ihn als Turnhalle, die Awo als Seniorenbegegnungsstätte. Dort sei dann auch wieder ein Tanzangebot für Senioren möglich, sagte der Awo-Vorsitzende Herbert Scholz:

„Denkbar ist alles. Wir wollen, dass sich die Menschen wieder treffen können, das müssen wir dann wieder ankurbeln.“ auch die Awo-Beratungsstelle solle an der Meilerstraße angesiedelt werden. Besonders sehnt die Awo aber den Umzug der Kleiderkammer herbei, die nach Worten von Margret Ormeloh am bisherigen Standort „aus allen Nähten platzt“. In Pungelscheid steht demnächst eine Fläche zur Verfügung, die mit rund 90 Quadratmetern um etwa ein Drittel größer ist als die bisherige in Kleinhammer.

Außerdem könne im Untergeschoss des Kindergartens die vorhandene Fläche durch eine andere Aufteilung effektiver genutzt werden, erklärte die Awo-Beisitzerin, die auch selbst als Helferin in der Kleiderkammer aktiv ist. Mehr Platz werde auch benötigt, weil gebrauchte Kleidung verstärkt nachgefragt werde: „Unsere Kleiderkammer wird immer mehr benötigt – und zwar keineswegs nur von Flüchtlingen, sondern auch immer öfter von Deutschen. Es gibt eben auch viele arme Rentner“, berichtete Ormeloh.

Jede Woche kämen etwa 30 bis 40 Menschen, um sich mit noch gut erhaltenen Kleidungsstücken einzudecken, die andere abgelegt haben. Bis die Kleiderkammer an der Meilerstraße eröffnen kann, werden aber noch einige Wochen ins Land gehen.

Die Awo geht davon aus, dass der Umzug bis zum Sommer erfolgen kann. Weil damit auch viel zusätzliche Arbeit auf die ehrenamtlichen Helfer zukommt, hofft die Awo auf Unterstützung, vielleicht sogar aus dem Kreis der Kleiderkammer-Kunden.

Die Öffnungszeiten werden sich übrigens nach dem Umzug sehr wahrscheinlich ändern. „Die meisten unserer Kunden kommen ja mit dem Bus, also müssen wir auf den Fahrplan Rücksicht nehmen“, nannte Margret Ormeloh den Hintergrund für diese Überlegung

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