Autobetriebe pro Kfz-Stelle

Um die Kfz-Zulassungsstellung in Werdohl gibt es seit einigen Tagen heftige Diskussionen.

Werdohl - Jetzt formiert sich noch mehr Protest gegen die vom Landrat beabsichtigte Schließung der Kfz-Zulassungsstelle im Werdohler Rathaus. Der Werdohler Rat hat bereits eine Resolution verfasst, Bürgermeisterin Voßloh hat sich persönlich an den Landrat gewandt und SPD und WBG sammeln in Werdohl Unterschriften. Mit der Kreishandwerkerschaft hat sich jetzt auch eine Institution zu Wort gemeldet, die zumindest keine politischen Ziele verfolgt.

Den Brief an Landrat Thomas Gemke haben Obermeister Klaus Ballauf, Hauptgeschäftsführer Dirk H. Jedan und Geschäftsführer Dipl.-Oec. Jens Rotermund unterzeichnet.

Seit mehr als zwölf Jahren bestehe die Außenstelle des Straßenverkehrsamtes des Märkischen Kreises im Rathaus an der Goethestraße in Werdohl. Diese Servicestelle für die An-, Ab- und Ummeldung von Kraftfahrzeugen werde sowohl durch die Bürger, als auch die Kfz-Betriebe in den Gemeinden Altena, Herscheid, Neuenrade, Plettenberg, und Werdohl mit großem Zuspruch angenommen und täglich stark frequentiert.

Die Kreishandwerker schreiben: „Mit diesem zusätzlichen Serviceangebot hat die Kreisverwaltung eine, für einen Flächenkreis wie den Märkischen Kreis, überaus sinnvolle Anlaufstelle im Hinblick auf eine bürgerfreundliche Verwaltung geschaffen. Immerhin haben wir in unserem Kreisgebiet jährlich bis zu 14 000 Neuzulassungen sowie rund 40 000 Besitzumschreibungen zu verzeichnen. Nicht zuletzt aber auch aus Umweltgesichtspunkten und hinsichtlich der aktuell formulierten Klimaschutzziele kann die Bedeutung dieser Außenstelle als ortsnaher Service keinesfalls vernachlässigt werden. Als Arbeitgeberverband des heimischen Handwerks vertritt die Kreishandwerkerschaft MK rund 1500 Innungsfachbetriebe im Märkischen Kreis. Die uns angeschlossene Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Lüdenscheid umfasst insgesamt rund 100 Betriebe, von denen in den betroffenen Gemeinden etwa 35 ansässig sind.“ Insofern habe die Meldung, dass die Außenstelle zum 1. September des Jahres geschlossen werden soll, bei den Innungsfachbetrieben zu großem Unverständnis geführt.

Jedan, Rotermund und Ballauf schreiben: „Im Namen unserer Innungsfachbetriebe, aber auch der Bürger des Märkischen Kreises, appellieren wird daher ebenfalls an Sie, das Leistungsangebot im Rathaus an der Goethestraße aufrecht zu erhalten. Eine Schließung würde nicht allein eine zusätzliche zeitliche Belastung für die Bürger und Betriebe im Einzugsgebiet um Werdohl herum nach sich ziehen. Die Verlagerung auf das Serviceangebot im Kreishaus in Lüdenscheid würde zudem eine erhebliche Umweltbelastung bedeuten. Nicht zuletzt wären die in Werdohl wegfallenden Dienstleistungen durch die Mitarbeiter am Standort in Lüdenscheid zu erbringen. Bei, nach unserer Erkenntnis, rund 100 bis 150 Arbeitsvorgängen pro Tag wäre dies sicherlich ein Volumen, was mit den vorhandenen Strukturen in Lüdenscheid nicht zu bewältigen wäre. Zusätzliche Engpässe und Wartezeiten sind vorprogrammiert. Demnach würde eine Verlagerung lediglich eine Verschiebung personeller Kapazitäten zur Folge haben, aber keine Auslastung freier Ressourcen oder gar Einsparung von Personal nach sich ziehen.“

Und zum Abschluss: „Vor diesem Hintergrund bitten wir Sie, das Thema im Kreistag am 18. Juni im Sinne der Arbeitgeber und Bürger im Märkischen Kreis zu beraten und Ihre Entscheidung zur Schließung der Außenstelle in Werdohl nochmals zu überdenken.“

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