Rob Tognoni begeistert das Publikum im Alt Werdohl

Der Gitarrist Rob Tognoni sorgte mit seiner Band für Stimmung im Alt Werdohl. Foto: Machelett

Werdohl - Wer lange nicht da war und plötzlich wieder mitten drin steht, der fühlt sich direkt heimisch im Alt Werdohl. Ein Konzert bei Jürgen Krutzsch („Pöngse“), das ist ein bisschen wie ein kuscheliges Event mit Freunden im Wohnzimmer des Rocks.

Die Luft ist stickig, die Menschen stehen dicht gedrängt, die Kameralinse beschlägt, aber die Stimmung ist einfach nur einmalig. So auch am Samstagabend. Frenetisch feiern die Werdohler den Ausnahmegitarristen Rob Tognoni. Still stehen und sich buchstäblich treiben lassen. Bereits nach den ersten Akkorden hat Tognoni das Publikum fest im Griff. Es ist so voll, dass man automatisch mit einfällt in die kleinen, wippenden Bewegungen. Wer Tognonis energiegeladenen Power-Bluesrock-Sound hört, kann nicht mehr still stehen.

Es ist warm, die Stimmung gut. Die Zuhörer wollen mehr, mehr Tognoni. Sie sind begeistert von seinem eigenen charakterstarken Stil. Sie sehen zu, wie der Musiker mit seinen zwei Kollegen in eine Art Rausch verfällt, eins wird mit der Musik und den hektischen Alltag vergisst. Es gibt nur noch ihn, die Bühne und das Publikum – und genau dem geht es genauso. Schnell verstummen die Gespräche. Alle klatschen, tanzen, singen, lassen sich wiegen von den durchaus härteren Rocktönen.

Gekonnt kombiniert der Australier klassische Rockelemente, Blues und Blues-Rock. Das ist Rock, der ins Ohr geht, der gute Laune macht und vor allem ein Rock, der irgendwie besonders ist. Das Alt Werdohl ist bekannt unter Fans dieser Musikrichtung für gute, handgemachte Musik. Wer in die Kneipe kommt, hat hohe Erwartungen. So voll wie dieses Mal war es aber schon länger nicht mehr. In jeden Winkel quetschen sich Menschen. Tognoni ist schließlich in der Szene kein Unbekannter.

Seit mehr als 40 Jahren steht der Musiker auf der Bühne. Alles begann mit Auftritten in kleinen Restaurants. Doch Tognonis Musik wurde immer bekannter und beliebter. 1994 dann der Durchbruch: Der Australier wird von Slide-Guitar-Meister Dave Hole in die europäische Musikszene eingeführt. Von nun an gibt es kein Halten mehr. Der Gitarrist ist bei zahlreichen Produktionen dabei und gefragter denn je. Überall, wo er auftritt, begeistert er das Publikum.

Doch trotz dieser langen Geschichte ist Tognoni nicht müde. Im Gegenteil: Er genießt seinen Auftritt in Werdohl. Bis zur völligen Erschöpfung begeistert er die Werdohler. Und die danken es ihm mit viel Applaus und jeder Menge guter Laune.

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