Werdohl schreibt sich aktiven Klimaschutz auf die Fahnen

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Thermogramm eines Wohnhauses: Auch durch die Sanierung von Gebäuden soll in Werdohl der Ausstoß von Treibhausgasen reduziert werden.

Werdohl - Der Ausschuss für Umwelt- und Stadtentwicklung hat am Montagabend die Einstellung eines Klimaschutzmanagers für die Stadt Werdohl einstimmig befüwortet. Grundlage für seine Arbeit soll das Integrierte Klimaschutzkonzept sein, dem der Ausschuss ebenfalls zustimmte.

Vorausgegangen war der Entscheidung ein Vortrag von David Sommer vom Gutachterbüro Infas-Enermetric (Greven), das das Klimaschutzkonzept für Werdohl erarbeitet hatte. Mit den darin enthaltenen 35 Maßnahmen könnten die Treibhausgas-Emissionen in Werdohl bis zum Jahr 2050 auf 2,8 Tonnen pro Kopf und Jahr gesenkt werden, erklärte er den Politikern. Aktuell liege der Ausstoß in Werdohl mit 16,3 Tonnen pro Kopf und Jahr um rund zwei Tonnen über dem Weltdurchschnitt. Der Klimaschutzmanager soll Maßnahmen zur Reduzierung dieser Emissionen initiieren, begleiten und koordinieren. Dazu gehören sollen beispielsweise eine Stärkung von regenerativen Energien, eine Sanierung von Gebäuden, eine verstärkte Nutzung von Elektrofahrzeugen und Fahrrädern, aber auch eine Optimierung von Prozessen in den Wirtschaftsunternehmen. All das sei weitgehend kostenneutral realisierbar, behauptete Sommer. „Das Konzept enthält überhaupt nur sehr wenige kostenintensive Maßnahmen“, versicherte der Projektleiter.

Sowohl die Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes als auch die Einstellung des Klimaschutzmanagers unterliegen noch dem Vorbehalt der Zustimmung durch den Stadtrat (14. März) und der finanziellen Möglichkeiten der Stadt. Die Personalkosten, so hofft die Stadt, könnten bis zu fünf Jahre lang zu 85 Prozent vom Bundesumweltministerium bezuschusst werden. Auch für investive Maßnahmen soll es Zuschüsse des Bundes geben, bis zu einer Größenordnung von 200 000 Euro 50 Prozent.

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