Kreative Einzelhändler aus der Region gesucht

Ein sehr gutes Beispiel wie kreative Einzelhändler Offline- und Onlinewelten verbinden können, zeigt der virtuelle Spiegel: Bei der Anprobe vor dem Spiegel kann der Kunde direkt Fotos und Videos erstellen lassen und diese sofort per E-Mail versenden oder über Facebook teilen.

Werdohl - Kreative Produkte und Unternehmen aus Werdohl, Neuenrade und Balve sucht das Plettenberger Forschungsinstitut für Regional- und Wissensmanagement. Die Aktion steht unter dem Motto: „Ich sehe was, was Du nicht siehst“. Das teilen die Verantwortlichen jetzt in einer Pressemitteilung mit.

Als Beispiel für die Art von Kreativität, die sie suchen, nennen die Initiatoren des Such-Aufrufes ein aus einem alten Getriebeblock hergestelltes Waschbecken in einer Auto-Werkstatt. Oder die spezielle Kreidefarbe für Möbel, die ein Iserlohner Online-Kaufhaus anbiete. Die Initiatoren erläutern: „Durch das Forschungsprojekt Einzelhandelslabor Südwestfalen sind die Beteiligten auf höchst einzigartige und interessante Einzelhändler und Kreativ-Anbieter in Südwestfalen gestoßen.“

Professor Dr. Peter Vieregge ist Geschäftsführer des Forschungsinstituts für Regional- und Wissensmanagement in Plettenberg. Er ist begeistert: „Uns war nicht klar, dass ein solch kreatives und einzigartiges Potenzial an Geschäftsideen und Produkten vor unserer Haustür zu finden ist.“

Das Projekt Einzelhandelslabor Südwestfalen ist ins Leben gerufen worden, um neue Erkenntnisse zu digitalen Strategien zu liefern, von denen der südwestfälische Einzelhandel profitieren kann. Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Getragen wird es von den Industrie- und Handelskammern in Arnsberg und Hagen.

Das gesamte Vorhaben wird wissenschaftlich unterstützt von den Teams der Fachhochschule Südwestfalen, Standort Soest, der Universität Siegen und der Business and Technology School in Iserlohn (Bits). Vieregge gehört zum Team der Bits.

Jede Stadt für sich birgt laut Vieregge Kreativ-Anbieter, die einzigartige Produkte bieten. „Leider“, so befindet er, „für fast keinen sichtbar.“ Und deshalb sucht das Plettenberger Forschungsinstitut weitere derartige Einzelhändler. Dabei sei die Branche ganz gleich. Gesucht seien vielmehr Produkte mit einem Wow-Effekt.

Der Geschäftsführer des Instituts erläutert: „Das kann der Tisch aus Autoreifen sein, oder handgemachte Seifen, oder aber Schmuck aus ungewöhnlichen Materialien. Das können aber auch individualisierte Kekse oder außergewöhnliche Dienstleitungen wie der Geschenke-Notdienst sein. Eigentlich, ist alles gesucht, was nicht normal ist, sondern speziell und wovon man denkt, dass andere nicht wissen, dass es das in unserer Region überhaupt gibt.“

Bis Mittwoch, 31. August, können noch Einzelhändler oder Kunden Vorschläge machen per E-Mail an peter.vieregge@regio-wissen.de.

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