Aufgefrischtes Programm des Stadtfestes überzeugt

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Vor der Eingangstür zur Stadtbücherei gab Yves Thomé Unterricht im Graffiti-Sprühen. Auch dieser junge Mann probierte sich aus. Einige zeigten dabei durchaus großes Talent.

Werdohl - Möglicherweise lag es am angekündigten Regen, dass die Werdohler am Samstagmittag ihr Stadtfest zunächst nur zögerlich besuchten. Aber je länger die Sonne standhaft blieb, umso mehr kamen die Bürger der Stadt an Lenne und Verse ins Freie – und somit in die Innenstadt.

Geboten wurde so einiges zwischen den Eckpunkten Gemeindehaus an der Christuskirche, Friedrich-Keßler-Platz, Stadtbücherei und Alfred-Colsman-Platz. Das bunte Programm bot Altbewährtes und auch Attraktionen, die bisher auf noch keinem Stadtfest geboten wurden. Der Mix überzeugte. Nachdem in den Vorjahren von Besuchern oft über „immer dasselbe“ geklagt wurde, ging jetzt die Rechnung der Veranstalter auf.

An der einen Stelle wurde an einer freischwingenden Kletterwand gekraxelt sowie Tischkicker und an einem riesigen Tisch „Mensch ärgere Dich nicht“ gespielt. Andernorts saßen die Menschen bei einem Stück Kuchen beieinander und klönten. Alle 100 Meter luden die Düfte zu anderen kulinarischen Verführungen ein. Wieder anderswo gab es einen Klamotten- und Spielzeugmarkt für Kinder. Zwischendrin klingelte es immer wieder, wenn Schlotis Bimmelbahn sich den Weg frei schaffen musste – ein Höhepunkt eines jeden Stadtfestes, jedenfalls für alle kleineren Besucher.

Zahlreiche Neuheiten tun dem Stadtfest gut

Die Gruppe Lüdenscheider Linedance Fans tanzte am Colsman-Platz fast zwei Stunden lang nicht nur zu Country-Liedern, sondern auch beispielsweise zu „Lipstick, Powder and Paint“ von 80er-Jahre-Rock-‘n’-Roll-Star Shakin’ Stevens. Etliche Handys wurden in die Luft gereckt, um die Auftritte zu filmen.

Auf dem Platz vor der Stadtbücherei sang zwei Mal im Laufe des Nachmittags Nancy Siskou – unter anderem „Talking ‘bout a Revolution“, welches Tracy Chapman im Orginal interpretierte. Die griechische Songwriterin Siskou trat mit ihrer ausdrucksstarken Stimme bereits in der TV-Show „The Voice of Germany“ auf.

Vor dem Eingang zur Bücherei lud der Lüdenscheider Graffitikünstler Yves Thomé zum Mitmachen ein. Dem folgten vor allen Dingen jüngere Männer, die sich an der Farb-Sprühdose ausprobierten. Der freischaffende Künstler Thomé beschäftigt sich seit 1985 mit Graffitis und stellte beispielsweise schon in Hamburg aus.

Auch die Innenstadt-Gastronomen profitierten vom Stadtfest – vor allen Dingen jene, die über einen Biergarten verfügten. Werdohler wie Besucher aus dem Umland genossen dort das ein oder andere kühle Getränk.

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