Schuljahr 2017/18 jetzt schon sicher in Werdohl 

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Im März des Jahres wurde der Dachboden der Realschule gedämmt und in einem Trakt eine neue Heizung eingebaut. Das zieht weitere Investitionen in dem Schulgebäude nach sich.

Werdohl - Noch im April des Jahres war nicht klar, wie die Gebäudediskussion über die Standorte der beiden weiterführenden Schulen AEG und Realschule laufen würde. Damals war sogar die Rede davon, einen kompletten Trakt der Gesamtschule stillzulegen, damit die Realschule am Köstersberg bleiben kann.

Immer noch steht im Raum, dass die Stadt an den Schulgebäuden 110 000 Euro einsparen muss und es ein Missverhältnis zwischen schulischen Flächen und Schülerzahlen gibt. Das ist zumindest für das kommenden Schuljahr kein Thema: Realschule wie auch Gesamtschule haben für Februar 2017 fixe Anmeldetermine für die Eltern präsentiert. Damit besteht für das kommende Schuljahr 2017/18 die erwartete Sicherheit für die Eltern, ihre Kinder an der Schule ihrer Wahl anzumelden.

Das bestätigten im wesentlichen AEG-Schulleiter Reinhard Schulte und die kommissarische Realschulleiterin Ulrike Schulte-Schürholz. Erstmals liegen die Anmeldetermine der Realschule eine Woche vor denen der Gesamtschule. Alle Termine seien mit der Schulverwaltung der Stadt Werdohl abgestimmt, hieß es von den Schulen. Die Anmeldetermine der AEG für die Fünftklässler liegen auf dem 20. und 21 Februar. Die Oberstufenschüler können vom 22. bis 25. Februar angemeldet werden.

Die Realschule wartet auf Anmeldung für die neuen Fünftklässler am 14. und 15. Februar 2017. Reinhard Schulte von der Gesamtschule verfolgt die Diskussion über die Schullandschaft ganz genau, ist aber nicht – wie auch niemand von der Realschule – Mitglied des Arbeitskreises Schule. Dort reden Politiker und Verwaltung vertraulich miteinander, ohne dass davon etwas öffentlich gemacht wird. So ein Treffen gab es zuletzt vor zwei Wochen. Erst vor kurzem gab es eine turnusmäßige Schulleiterkonferenz in Werdohl. Schulte: „Ich habe dort bei der Verwaltung nachgefragt, wie der Stand der Dinge ist.“

Den weiterführenden Schulen sei signalisiert worden, das Anmeldeprocedere wie gewohnt durchzuführen. Schulte: „Ich habe keine andere Nachricht, dass wir uns irgendwie zurückhalten sollten.“ Seit langem gebe es das Bestreben, den Eltern möglichst frühzeitig Sicherheit bezüglich der Anmeldungen und der Standorte geben zu können. Das gilt jetzt offensichtlich für das kommende Schuljahr. Eine Bestätigung von der Stadtverwaltung gab es dazu nicht. Außerdem scheint noch ein finanzielles Problem zunächst keine Rolle zu spielen: Das Gebäude der ehemalige Hauptschule wurde mit Fördermitteln gebaut. Es droht eine Rückgabe der Mittel, wenn das Gebäude nicht für schulische Zwecke genutzt wird.

Das ist aber aktuell der Fall: Die Gesamtschule nutzt vier bis fünf Räume des angrenzenden Hauptschulgebäudes im unteren Stockwerk. War die Stimmung im Frühjahr an der Gesamtschule hauptsächlich bei Eltern und im Kollegium wegen dieser Unwägbarkeiten noch einigermaßen aufschäumend, so ist jetzt laut Schulte „alles im normalen Bereich eines Schuljahresbeginns.“ Positiv verläuft bei der Realschule die Wiederbesetzung der Leitungsstelle.

Schulleiter Bernd Bunge war zu den Sommerferien in den Ruhestand getreten. Erst gab es drei Bewerbungen, jetzt sind zwei valide Bewerbungen im Rennen. Konrektor Michael Stemski geht davon aus, dass Schulkonferenz und Schulträger noch in diesem Herbst eine Wahl treffen werden. Nach Einhaltung von Fristen könne es auch schon Anfang 2017 werden, bis eine neue Schulleitung ins Amt komme. Stemski: „Wir werden auf jeden Fall in diesem Schuljahr eine feste Leitung bekommen.“

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