Anlass zur Freude auf der Welt

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Zwei Gauner (links) wurden im Krippenspiel von Kindern überrascht. Gemeinsam erkannten sie: Das Leben ist schön.

Werdohl - „Ein Sohn ist uns geboren. Und die Herrschaft liegt auf seiner Schulter.“ Das, so sagte Pfarrer Martin Buschhaus zur Begrüßung in der vollen Christuskirche am Heiligabend-Nachmittag, habe ein Prophet zu Papier gebracht – und zwar bereits 700 Jahre vor Jesu Geburt. Der Prophet habe also schon frühzeitig von „Gottes Plan“ gewusst, schloss Buschaus daraus.

Geplant war auch die Auflösung des Chores Überkreuz, der – wie der Pfarrer in der Christuskirche am Donnerstag betonte – „heute leider das letzte Mal“ sang. Folglich genossen die Menschen im voll besetzten Gotteshaus noch einmal eine fantastische Leistung der Sänger, die Lieder wie etwa „Oh, lasset uns anbeten den König“ zu Gehör brachten. Dafür bekam der Chor immer wieder reichlich Applaus. Musikalisch unterstützt wurde die Christvesper auch von Marion Jeßegus an der Orgel sowie dem CVJM Posaunenchor.

Schließlich sangen die KU3-Kinder aus der Stadtmitte und die KU8-Kinder von der Königsburg gemeinsam mit der Gemeinde „Ihr Kinderlein kommet“, bevor sie dann das Krippenspiel mit dem Titel „Der König mit dem Stoppelbart“ aufführten.

In dem raffinierten Spiel ging es um einige Mädchen und Jungen, die in einer Kirche das Krippenspiel einstudieren wollten. Dabei trafen sie auf zwei Gestalten, die – ohne dass die Kinder davon wussten – sich in just diesem Gotteshaus auf der Flucht versteckt hatten. Die nunmehr als Nikolaus und Engel verkleideten Männer waren tatsächliche Diamentenräuber, die vor der Polizei getürmt waren. Zusammen kamen Kinder und Verbrecher zu Schluss: Es gibt viel Anlass zur Freude auf dieser Welt, wenngleich das Böse immer und überall zu finden ist.

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