Aktive Eltern ermöglichen „Mut tut gut“

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Susanne Quenzer (hinten, 2. von links) dankt allen Eltern, die den Kursus „Mut tut gut“ für die Vorschulkinder ermöglicht haben. Heidrun Geck (hinten, Mitte) leitet den Kursus.

Werdohl - „Ohne aktive Eltern ist man aufgeschmissen“, stellt Birgit Nörthemann fest. Zum Glück engagieren sich die Mütter und Väter der Mädchen und Jungen, die die Kindertagesstätte Gernegroß besuchen, aber gerne für ihren Nachwuchs: Sie haben diverse Aktionen gestartet, um den Vorschulkindern die Teilnahme an einem „Mut-tut-gut“-Kursus in der Einrichtung zu ermöglichen.

„Wir wollten auf jeden Fall, dass alle Vorschulkinder daran teilnehmen können. Keiner sollte zum Beispiel aus finanziellen Gründen ausgegrenzt werden“, erklärt Nörthemann. Mittel zur Finanzierung einer solchen Maßnahme stünden der Kita allerdings nicht zur Verfügung – und so schaltete sich der Elternbeirat ein. „Wir mussten rund 1200 Euro stemmen“, berichtet Susanne Quenzer, die in dem Gremium aktiv ist. Mit tatkräftiger Unterstützung zahlreicher Mütter und Väter startete der Elternbeirat samstägliche Waffelbackaktionen im Obi-Baumarkt in Lüdenscheid, organisierte im Rahmen des Stadtfestes einen Basar für Kinderkleidung und Spielzeug, und bot dort auch Kaffee und Kuchen an.

Die Eltern erreichten ihr Ziel – und verpflichteten die Deeskalationstrainerin Heidrun Geck. Sie möchte den 32 Mädchen und Jungen spielerisch beibringen, dass sie etwas tun können, wenn ihnen Gefahr droht. Die Selbststärkung der Kinder sei eines der Ziele des „Mut-tut-gut“-Kurses. „Zuerst spielt natürlich die Wahrnehmung eine wichtige Rolle“, erklärt Geck. Auch die Körpersprache dürfe nicht vernachlässigt werden. „Und die Kinder können ihre Kräfte entdecken“, sagt die Deeskalationstrainerin, die auch die Eltern und das Kita-Team über den Inhalt des Kurses informiert hat.

Susanne Quenzer und Birgit Nörthemann sind von Heidrun Geck und ihrer Arbeit mit dem Nachwuchs begeistert – und möchten, dass „Mut tut gut“ künftig zum Standard-Programm für Vorschulkinder in der Kita Gernegroß gehört. „Deshalb hoffen wir, dass die Eltern weiterhin so gut mitziehen“, betonen die Frauen – und bedanken sich ausdrücklich bei allen, die sich bisher engagiert haben. Schon jetzt freuen sie sich auf die Eltern der neuen Kita-Kinder und auf deren Ideen.

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