Abwasserschaden in der Kita Momo: Doch keine Schließung nötig

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Das Werdohler Tiefbauunternehmen legte gestern das kaputte Außenrohr frei, um dann ein Stück davon zu entfernen – dieses wurde mittels einer Überwurfmuffe ersetzt.

Werdohl - Ein Abwasserschaden in der städtischen Kindertagesstätte Momo hat in den vergangenen Tagen für unangenehme Situationen innerhalb der Räume und auch kurzfristig für organisatorischen Aufruhr gesorgt. Fest steht: Die Kita muss nicht geschlossen werden.

„Vor einigen Tagen rief Sandra Westphal, die Leiterin des Kindergartens, an und sagte, dass es von der Decke tropft“, berichtete Peter Grau, städtischer Bauleiter. Daraufhin habe es erste Maßnahmen zur Behebung gegeben – wenige Tage später sei jedoch an mehreren sanitären Anlagen innerhalb der Kita Abwasser ausgetreten.

„Wir haben direkt das Werdohler Tiefbauunternehmen Weinbrenner angefordert – die sind dann mit der Kamera durch die Rohre gegangen“, sagte Grau weiter. Weinbrenner machte dabei erstaunliche Entdeckungen: Zuerst sei ein Kinderspielzeug in einem der Rohre entdeckt worden. Dies habe letztlich aber wohl eher mit dazu beigetragen, dass das Abwasser schlechter ablaufen konnte. 

Schaden im Außenbereich

Ein an ungünstiger Stelle platzierter Zaunpfahl war Schuld, dass die Hauptabwasserleitung im Außenbereich durchbrochen wurde.

Den Schaden machten die Arbeiter an einem Außenrohr der Hauptabwasserleitung des Erdgeschosses aus. Dort wurde vor einiger Zeit ein Holzzaun errichtet – einer der Pfähle wurde dabei versehentlich mitten in das Rohr geschlagen.

Behoben werden konnte das Loch mittels einer Überwurfmuffe – das defekte Stück von etwa 35 Zentimetern Länge wurde entfernt und durch die Kunststoffmuffe ersetzt. Die Arbeiten konnten gestern während des laufenden Kita-Betriebes erledigt werden, sodass heute keine Einschränkungen mehr zu erwarten sind. 

Schließung hätte rund 75 Kinder betroffen

Andernfalls hätte die Kita Momo geschlossen und die rund 75 Kinder kurzfristig woanders untergebracht werden müssen. 

Der Holzzaun solle zwar nach Abschluss der Arbeiten wieder an selbiger Stelle aufgebaut werden – allerdings werde er wohl entweder an der Wand montiert oder im Boden betoniert, um einen weiteren derartigen Schaden zu vermeiden, sagte Unternehmer Dirk Weinbrenner.

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