Abteilungsdirektor aus Arnsberg übergibt gleich drei Bewilligungsbescheide

Weitere 439 000 Euro für den Werdohler Wasserbau

+
„Ich habe das Geld dabei“ – mit diesen Worten übergab Abteilungsdirektor Bernd Müller (links) von der Bezirksregierung die Bewilligungsbescheide an Bürgermeisterin Silvia Voßloh und Peter Erwig von der Bauabteilung.

Werdohl - Mehr als eine Million Euro hat die Bezirksregierung gemeinsam mit der Stadt Werdohl für Verbesserungen an den Flussläufen Lenne und Verse ausgegeben, gestern kamen weitere 439 000 Euro hinzu. Abteilungsdirektor Bernd Müller trug das Geld aus Arnsberg persönlich ins Rathaus.

Müller hatte gleich drei Bewilligungsbescheide in der Mappe, in Summe sind das 387 900 Euro Fördermittel. Die Stadt muss einen zehnprozentigen Anteil dazulegen, so dass gestern Mittel für Arbeiten im Wert von 439 000 Euro freigegeben wurden. Solche Termine dienen auch immer der Bestätigung der guten Zusammenarbeit zwischen den Behörden.

Da scheint ein wenig gegenseitige Lobhudelei angebracht zu sein, schließlich arbeiten in diesen Behörden Menschen, von deren persönlichem Engagement auf beiden Seiten der Erfolg solcher Maßnahmen abhängt. Bernd Müller sagte gestern, dass es nicht überall auf der Lenneschiene so gut funktioniere wie in Werdohl. Müller: „Wir geben das Geld gerne, vor allem, wenn sich wie bei der Stadt Werdohl jemand sehr engagiert darum kümmert.“

Der von Müller weitergeleitete Dank der Behörde richtete sich namentlich auch an Peter Erwig vom Bau-Fachbereich der Stadt Werdohl. Der erklärte, dass er als gelernter Architekt früher immer mit dem Kampf gegen das Wasser zu tun gehabt habe – ihm seine Aufgabe der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie heute aber „sehr viel Spaß“ mache. Bernd Müller wollte nicht nachlassen, die Stadt Werdohl und die gute Zusammenarbeit zu loben: „Hier haben viele mitgeholfen.“

Müller und Erwig besprachen anschließend die Verwendung der drei Bewilligungsbescheide. Der kleinste Betrag steht ab sofort für eine Maßnahme zur Verfügung, die eigentlich schon im vergangenen Jahr begonnen werden sollte. Die Soppe im Bereich der Lennepromenade soll eine Verbindung zur Lenne bekommen, damit im dem regelmäßig trocken fallenden Soppe-Bett wieder Fische leben können. Erwig: „Auf diese Idee brachte uns ein Angler.“ Die Soppe-Aue ist von der Lenne abgetrennt, mit dem Geld aus Arnsberg werden in der zweiten Jahreshälfte Voraussetzungen geschaffen, in der Soppe Fische anzusiedeln und die Soppe-Aue zu renaturieren.

Ein Teil des Geldes wird gebraucht, um das Grundstück des ehemaligen Ledigenheimes an der Verse in Kupferhammer zu kaufen, die Mittel sind auch für den Abriss der Baracke gedacht. „Von Rückbau braucht hier keiner sprechen“, so Erwig, „wir wollen das Ding weg haben.“ In einem weiteren Schritt, der erst noch in einer zukünftigen Maßnahme bewilligt wird, soll dieser Bereich an der Verse renaturiert werden. Die Planungen für die Renaturierung wurden bereits in Auftrag gegeben, das Genehmigungsverfahren dazu wird im Herbst beginnen. Während Grunderwerb und Abriss möglichst bald erledigt werden sollen, ist der Ausbau der Verse in diesem Bereich für 2017 vorgesehen.

Der dritte Teil des Förderpaketes bringt Geld für die Verse in Altenmühle. Im Bereich des Schützenplatzes ist die Verse stark verbaut. Hier soll der Fluss leicht verschwenkt und ähnlich wie in Versevörde durch ein seichtes Ufer dem Menschen zugänglich gemacht werden. Auch hier soll das Gewässer Fischen Lebensraum geben.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare