Abschlussfeier an der Realschule

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53 Schüler wurden Freitagmittag von der Realschule verabschiedet.

Werdohl - 53 Schüler wurden am Freitagmittag von der Realschule verabschiedet. 37 haben die Qualifikation zur gymnasialen Oberstufe erworben. 34 streben nun auf unterschiedlichen wegen tatsächlich ihr (Fach-)Abitur an.

Dieses tolle Ergebnis war nicht von Anfang an selbstverständlich. Schließlich, daran erinnerte Lehrerin Christiane Lindner, galt die Klasse 10a im Kollegium ursprünglich als „arbeitsintensive Großbaustelle“. Nur mit der 10b habe es „nie Probleme gegeben“.

Die kommissarische Schulleiterin Ulrike Schulte-Schürholz gab den Abschlussschülern mit auf den Weg, dass sie bei einigen Lerninhalten der vergangenen Jahre erst viel später sehen würden, wozu diese nützlich seien. Andere würden sie wirklich nie mehr brauchen. Auf jeden Fall sei ihr weiteres Leben aber weder planbar noch vorherbestimmt. 

Der stellvertretende Bürgermeister Andreas Späinghaus sagte zu den Zehntklässlern: „Das heute ist nicht das Ende Ihrer Ausbildung. Fußballerisch ausgedrückt sind Sie gerade ins Viertelfinale eingezogen. Aber bitte, bleiben Sie dieser schönen Stadt treu und verbunden.“ 

Abschlussfeier der Realschule Werdohl

Tatjana Pulter von der Elternpflegschaft rügte, dass einige der Schulabgänger immer noch das Alphabet erlernen müssten. Sie alle sollten jedoch nicht aufgeben, wenn sie auf ihrem weiteren Lebensweg nicht gleich „einen Treffer landen“ würden. Jana König von der 10a sprach für ihre Klasse: „Wir sind am Ziel, die Lehrer am Ende.“ Bei den Lehrern an der Realschule hätten die Schüler aber immer bemerkt, „dass wir ihnen auch als Menschen am Herzen lagen“. Das sei nicht in jeder Schule so, lobte sie. 

Für die 10 b sprachen Paula Grzegorek und Catharina Okulla. Sie dankten den Lehrern für ihren Humor und ihre Fürsorge, „die die Zeit auf der Schule für uns zu etwas Besonderem gemacht haben“. 

Grzegorek verlas auch noch ein Grußwort des Rektors Bernd Bunge: Er werde die Zehntklässler vermissen, ließ er sie wissen. Als Klassenbeste ehrte Co-Rektorin Schulte-Schürholz dann, „obwohl ja immer die Mädchen als die Intelligenteren gelten“, dieses Mal zwei junge Männer: Sebastian Wehlus hatte in der Klasse 10a den besten Notendurchschnitt. Er wünschte sich als Präsent ein Buch über Japan. In der 10b zeigte John Avramidis die besten Leistungen. Als Anerkennung bekam er vom Förderverein der Schule die Hörbücher der „Tribute von Panem“.

Am Ende der Veranstaltung gab es noch zwei Überraschungen als Programmpunkte. Zunächst verabschiedete Schulte-Schürholz zwei Lehrer in den Ruhestand. Mit Doris Pohl verliere die Realschule eine „fachliche Allrounderin“. Peter Eymann dagegen werde dem Kollegium sowie den Schülern wegen seines „trockenen Humors“ fehlen. Alle Anwesenden erhoben sich zu stehenden Ovationen. 

Dann wurde Michael Stemski augenscheinlich überrumpelt. Der Lehrer war so sehr darauf konzentriert, für die Schule zahlreiche Fotos der Abschlussfeier zu machen, dass er darüber – wie er sagte – seinen eigenen Geburtstag vergessen hatte. Der kam ihm erst wieder in Erinnerung, als sich der gesamte Saal erhob, um für ihn „Happy Birthday“ zu singen.

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