Absage vom Tambourcorps Einigkeit Werdohl

Schützenverein sorgt sich um Zapfenstreich

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Die Schützenkapelle Kreuzberg (Foto) übernimmt einen Part des Zapfenstreichs bei den Werdohler Schützen, der Teil des Spielmannszuges ist aktuell nicht besetzt.

Werdohl - „Wir sind zuversichtlich, dass wir einen Spielmannszug finden werden, der den Großen Zapfenstreich beim Werdohler Schützenfest spielen kann“, ist Schützenoberst Andreas Schreiber allerdings erst seit vergangenem Wochenende etwas entspannter.

Schon im März hatte Klaus Muhl vom Tambourcorps Einigkeit Werdohl dem Schützenvorstand mitgeteilt, dass er in diesem Jahr nicht genügend Spielleute für einen repräsentativen Auftritt zusammenbekommen werde. Zwar könne das Tambourcorps kleinere Auftritte und Begleitungen beim Schützenfest bringen, für den großen Auftritt fehle aber das musikalische Personal.

Der Große Zapfenstreich ist ein militärisches Musikstück, das von einem großen Musikkorps und einem Spielmannszug wechselseitig vorgetragen wird. Beim Werdohler Schützenfest übernimmt die Schützenkapelle Kreuzberg schon seit Jahren den Part des großen Musikkorps. Für dieses Jahr liegt auch wieder eine Zusage vor.

Im März hatte der Schützen-Vorstand angefangen, sich nach einem neuen Spielmannszug umzusehen. Als es immer mehr Absagen gab, kam Nervosität auf. Diese Sorge um den Zapfenstreich, ohne den ein Schützenfest undenkbar ist, trieb den Schützenvorstand zu einem Hilferuf bei Facebook.

„Dieser Aufruf und unser Besuch beim Schützenfest des BSV in Lüdenscheid am Wochenende haben etwas gebracht“, erklärte Andreas Schreiber gestern auf Nachfrage. Ein Musikerverband habe den Werdohlern Hilfe bei der Suche angeboten und beim BSV-Fest konnten Kontakte zu einem höchstwahrscheinlich verfügbaren Spielmannszug geknüpft werden. In Werdohl gibt es außer den Musikern der „Einigkeit“ keinen weiteren Spielmannszug. Es gebe immer weniger solcher Spielmannszüge, viele würden sich ihre Auftritte einteilen, damit die Mitglieder nicht überfordert werden und jedes Wochenende spielen müssen.

Pech sei auch noch hinzugekommen, erzählte Schreiber. „Die Hülscheider hatten wir schon fast sicher, da stellte sich heraus, dass der wichtigste Trommler genau an dem Tag seinen runden Geburtstag feiert.“

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