Pater Pytka wird in Werdohl verabschiedet

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Eva-Maria Andratschke hatte Pater Thaddäus Pytka die wertvolle Stola geschenkt, Pfarrer Wojtko (rechts) sprach seinem Mitbruder Mut für seine neue Aufgabe im Wallfahrtsort zu.

Werdohl - „Du warst für uns alle nicht nur Seelsorger, sondern auch Freund“, lobte Gemeinderatsvorsitzende Eva-Maria Andratschke Pater Thaddäus Pytka bei dessen offizieller Verabschiedung am Donnerstagabend.

Bereits vor gut einem Monat wechselte der Pater nach Walldürn in Baden-Württemberg. „Wir hätten es auch eine Weile länger mit Dir ausgehalten“, unterstrich Andratschke. Auch der Pater selbst hob hervor: „Es wäre besser gewesen, hätte ich an einem Ort bleiben können.“ Dass er Werdohl verlassen musste, finde er „schade“. Pytka kam erst vor drei Jahren nach Deutschland.

Jetzt steht er erneut vor einem Sprachproblem. „Walldürn liegt nur sieben Kilometer an der Grenze zu Bayern. Die Kinder gehen auf eine Schule, die schon in Bayern liegt. Ich verstehe fast nichts, wenn die Menschen dort mit mir reden“, erklärte der Geistliche. Der 47-Jährige stellt aber klar: „Ich bin dort zwar noch nicht wirklich angekommen, aber die Leute dort sind sehr nett zu und sehr geduldig mit mir.“ Dennoch sei der Dienstort-Wechsel für ihn ein großer Schritt: „Das ist dort eine total andere Welt. Walldürn ist ein Wallfahrtsort. Dort sind sehr viel mehr Menschen in der Kirche. Und es kommen auch täglich sehr viele Besucher in den Ort.“

Als Abschiedsgeschenk erhielt der Seelsorger von Andratschke eine Stola überreicht. Auf ihr verlaufen mehrere Farben ineinander. Die 300 Euro teure Stola wurde im Kloster Königsmünster in Meschede gewoben. Pater Irenäus Wojtko tröstete seinen Mitbruder, an dessen neuem Dienstort gebe es auch Menschen – nur die Sprache sei etwas anders. Weiterhin erhielt Pytka einen Goldbarren aus Porzellan sowie einen Sack voller Geld. Diesen, so erklärte der Pater sogleich, wolle er „den Armen“ geben.

Der 30. September ist der Tag des Patronatsfestes der Pfarrei St. Michael. Gewöhnlicherweise wird nach der Abendmesse vor der Kirche gefeiert. Andratschke verriet: „Da heute aber die Verabschiedung von Pater Thaddäus anstand, wollten wir der Veranstaltung einen würdigeren Rahmen geben.“ Und so wurde im großen Pfarrsaal gefeiert. Der Abend endete mit einem Imbiss und einem gemütlichen Beisammensein, bei welchem die gut 100 anwesenden Gemeindemitglieder die Möglichkeit hatten, sich persönlich von Pater Thaddäus Pytka zu verabschieden.

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