Zustand der Neuenrader Altstadt im Fokus

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Das Pflaster des Bürgermeister-Schmerkbeck-Platzes.

Neuenrade - Den Zustand der Altstadt rückt die SPD im Rahmen eines Antrages in den Fokus. Dabei thematisieren die Genossen unter anderem das Stolpern fördernde Pflaster sowie die auslaufende Zweckbindung der Fördermittel, die seinerzeit in die Sanierung der Altstadt geflossen sind.

Die Altstadt sei die Keimzelle der modernen Stadt Neuenrade. Daher müsse der aktuelle Zustand der Neuenrader Altstadt umso mehr überprüft werden. Im Antrag wird eben auf das „sehr schlechte und kaputte Pflaster, welches eine hohe Sturzgefahr für die Bürger berge“ hingewiesen.

Zudem sei die Gestaltung des Bürgermeister Schmerbeck-Platzes „unattraktiv und nicht mehr zeitgemäß“ aufgrund der Art und Lage des Brunnens und der angrenzenden Sitzgelegenheiten. Der bisherige Bebauungsplan fördere nicht die Erneuerung der bisherigen Bausubstanz. Die Verkehrsführung müsse dringend novelliert werden, damit der historische Stadtkern in seiner Funktion gestärkt werde, schreibt die Fraktions-Doppelspitze aus Ulrike Wolfinger und Thomas Wette.

 Den Antrag begründen sie eben mit dem Auslaufen der Städtebaufördermittel, die nun nach 25 Jahren ihre Zweckbindung verloren hätten. Daher wäre es wünschenswert, wenn die Stadt Neuenrade, „neue Fördermittel zur Altstadtsanierung und Quartiersicherung“ beantrage. Da stellt sich die SPD-Fraktion ein „offenes Verfahren“ mit Bürgeranhörung und Teilhabe vor, um den Prozess der Umgestaltung mit allen Anliegern einvernehmlich zu lösen.

Bürgermeister Antonius Wiesemann sagte auf Nachfrage, dass das Thema natürlich bei der Verwaltung in der Bauabteilung bearbeitet werde – Stichwort Gestaltungssatzung. Er verwies darüber hinaus auf eine Altstadtbegehung des forumneuenrade hin, zudem sei die Altstadtgemeinschaft hier auch eingebunden. In Sachen Pflaster verwies er auf die jährlich für die Beseitigung von Stolperfallen eingestellten Mittel. Unter dem Strich befinde man sich da im Findungsprozess. Wiesemann verwies dabei auch auf das Kommunale Entwicklungskonzept, das ja als Basis für Fördermöglichkeiten dienen soll.

Die Ausschreibungen würden laufen, möglicherweise habe man, wenn alles gut laufe, in einem halben Jahr das Konzept als Grundlage auf dem Tisch. Der SPD-Antrag wird in der kommenden Plan- und Bauausschusssitzung diskutiert.

- Von Peter von der Beck

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