"Im Zentrum der Politik" - Neuenrader Schüler berichtet von Jugend-Landtag

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Raphael Vedder aus Neuenrade nahm für Inge Blask am Jugend-Landtag NRW teil.

Neuenrade - Für die SPD-Landtagsabgeordnete Inge Blask hat der 16-jährige Neuenrader Schüler Raphael Vedder am diesjährigen Jugend-Landtag NRW teilgenommen. Im Folgenden berichtet er von seinen Erfahrungen.

„Zuerst einmal bedanke ich mich bei Frau Blask, die mir die tolle Möglichkeit gegeben hat, am Jugend-Landtag NRW teilnehmen zu können. Der Jugend-Landtag ist eine Institution, an der junge politisch interessierte Menschen im Alter von 16 bis 20 Jahren teilnehmen können. Dabei vertreten diese die Abgeordneten der jeweiligen Parteien. Vor dem Beginn der Veranstaltung haben die „jungen Abgeordneten“ zehn Themen vorgeschlagen bekommen, aus denen sie sich drei aussuchen konnten. Von diesen drei Themen wurden die zwei Themen genommen, für die am meisten votiert worden ist. Diese beiden Themen waren „Ermöglichung eines Gesellschaftswissenschaftlichen Abiturs“ und „Die Einführung obligatorischer Projekte zu Politik in Schulen“.

In den drei Tagen im Zentrum der Politik wurde es den Jugendlichen ermöglicht, ihre Meinung zu äußern und sich zu engagieren. Zu Beginn wurden Fraktionen (die jungen Abgeordneten waren in der Partei ihrer richtigen Abgeordneten) sowie Ausschüsse gebildet. Anschließend wurde jedem ein Antrag zu den gewählten Themen vorgelegt. Diese Anträge wurden innerhalb der drei Tage perfektioniert und jede Fraktion sollte versuchen, einen Konsens zu bilden. Am Ende der Veranstaltung wurden im Plenum die Ergebnisse präsentiert und es wurde abgestimmt. Die Mehrheit war für die Einführung eines Gesellschaftswissenschaftlichen Abiturs und für die Einführung der Projekte zu Politik in Schulen.

Hinzu wurde in der Aktuellen Stunde über das aktive Wahlalter ab 16 Jahren debattiert und die SPD-Fraktion hat die NRW-Bundesratsinitiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen vorgestellt. Die SPD konnte ihre Anträge als stärkste Partei durchbringen und erzielte mit den anderen Parteien die Mehrheit. Die Anträge, die „gewonnen haben“, werden nun auch von den richtigen Abgeordneten debattiert. Mit dem gesellschaftswissenschaftlichen Abitur sollen die gesellschaftswissenschaftlichen Fächer generell gestärkt und im Abitur ein gesellschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt ermöglicht werden. Durch die verpflichtenden Projekte zu Politik, die in drei bis fünf Tagen eines Schuljahres durchgeführt werden sollen, soll die Politikverdrossenheit vermindert werden. Ich kann diese Veranstaltung jedem nur empfehlen, da ich erfahren konnte, dass Politik zu betreiben wirklich Spaß macht.

 Aus diesem Grunde hoffe ich, dass sich Interessierte für solche Veranstaltungen bewerben und sich ebenso engagieren. Der Jugend-Landtag war sehr gut organisiert und die jungen Abgeordneten sehr diszipliniert. Das Arbeiten in den Fraktionen hat reibungslos geklappt und man hat immer einen Konsens gefunden. Zudem findet man leicht neue Freunde und lernt die Politik in ihren Grundzügen kennen.“

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