Kiku seit zehn Jahren am Standort Hinter der Stadt

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Die Neuenrader Frauenunion gratulierte mit einer 500-Euro-Spende, die Kiku-Leiterin Irmhild Hartstein (rechts) natürlich gerne entgegennahm.

Neuenrade -  Zehn Jahre Kinderkunstwerkstatt am Standort Hinter der Stadt haben am Sonntag für ein volles Haus gesorgt. Die Kiku platzte förmlich aus allen Nähten. Einstige Schüler waren ebenso gekommen wie viele Neuenrader.

Jeder konnte und wollte etwas aus eigener Erfahrung erzählen. Eltern lobten die spielerische Leichtigkeit, die ihren Kindern den kreativen Einstieg in die Kunst ermöglicht hat. Bürgermeister Antonius Wiesemann brachte es auf den Punkt, als er unter Beifall feststellte, dass „die Kiku mit Irmhild Hartstein steht und fällt.“

Für die Kiku-Chefin wurde es ein großer Bahnhof. Blumen gab es vom Forum Neuenrade, unter dessen Dach die Kinderkunstwerkstatt angesiedelt ist. Die Frauenunion der CDU gratulierte mit einer 500-Euro-Spende und der Bürgermeister hatte neben der sachlichen Anerkennung auch ein „Flachgeschenk“ in einem Briefumschlag mitgebracht. Neuenrades Erster Bürger sprach nicht nur „von Kunst, die den Kindern nähergebracht wurde“, er erinnerte auch daran, das Irmhild Hartstein mit ihrer „Oma-Herta“-Skulptur die Herzen der Neuenrader erobert hat.

Kiku-Zeit hatte "Folgen"

Das zehnjährige Bestehen der Kiku am Standort Hinter der Stadt stand besonders bei den ehemaligen Schülern im Blickpunkt. Kim Starke (19) und Lisa Hartmann (19) können über ihre Kiku-Zeit schmunzeln. Die jungen Damen erinnern sich gerne an ihren kreativen Einstieg und an den ersten Kiku-Standort Am Zollhaus. Damals saßen sie als Zweitklässler auf Kissen in einem Kreis und setzten Buchstaben auf Papier. Die Zahl ihrer Kurse haben sie nicht gezählt, „aber es waren viele und es hat Spaß gemacht in der Ideenwerkstatt.“

Mischa Mehrens (10) war mit Opa Alfons gekommen, um ihm seine Fische aus Beton zu zeigen. Finn Schilling (13) schnupperte 2008 erste Kiku-Luft. Damals hat er „bei den Zwergen Papier gekleistert, Kalender gestaltet, mit dem Stempel unterschiedliche Materialien bedruckt und ein Gefühl bekommen, was man mit Händen machen kann.“ 

Auch Lea Grützmacher (16) war zum ersten Kiku-Jahrzent Hinter der Stadt gekommen. Erste künstlerische Sporen sammelte sie 2006 in der Kiku. Damals war Nina Fröhling ihre Kursleiterin und voller Begeisterung berichtet sie heute von ihren Katzenbilder, die zustande kamen. Bei Irmhild Hartstein lernte sie den künstlerischen Umgang mit Beton. Das erste Werk wurde ein Marienkäfer. Die Kiku-Kenntnisse haben Folgen gehabt, heute macht Lea Grützmacher eine Ausbildung zur „gestaltungstechnischen Assistentin“.

Das Programm wurde aufgelockert durch den Iserlohner Magier Wolfgang und durch das Glücksrad der Stofftiermanufaktur „Ella & Paul“ aus Hemer. Für die Bewirtung sorgten die Frauen vom Midlife-Kreis derEevangelischen Kirchengemeinde.

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