Transparenz und Kooperation wichtig

Windkraft: Verwunderung in Neuenrade über den Gegenwind aus Altena

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Windkraftanlagen. Sie werden möglicherweise auf dem Kohlberg gebaut.

Neuenrade - Relativ gelassen bleiben die Neuenrader angesichts des Gegenwindes aus Altena. Dort ist man "not amused", weil die Neuenrader an der Stadtgrenze zu Altena/Nähe Dahle sozusagen eine Vorrangzone für Windkraftanlagen ausweisen wollen.

So hat sich der Rat der Stadt Altena, einschließlich der Stimme der Grünen, gegen die Pläne ausgesprochen. Gar das Wort Klage steht im Raum. Dabei hat sich die Neuenrader Verwaltung durchaus Mühe gegeben, das Projekt transparent zu präsentieren.

Wie Bauamtsleiter Marcus Henninger erklärte, hätten Bürger aus der Nachbarstadt und auch Neuenrader sich im Bauamt die Pläne erläutern lassen. Zudem hätte man auch eine Delegation der Nachbarstadt über den Kohlberg geführt.

Auch verwies er auf die umfassenden Untersuchungen, was mögliche Beeinträchtigungen von Flora und Fauna anbelangt. Vor diesem Hintergrund zeigt sich Bürgermeister Antonius Wiesemann verwundert ob der Vehemenz und der Art und Weise, mit der sich die Altenaer gegen die Ausweisung der Flächen aussprechen.

Wiesemann betonte, dass er immer auf Transparenz und Kooperation setze. Er habe zugesagt, dass er auch gerne die Dahler/Evingser besuche und das Vorhaben noch einmal im Detail erläutere.

Er verstehe natürlich auch das Argument mit dem Naherholungsgebiet – gleichwohl verwies er darauf, dass man in anderen Gegenden (Norddeutschland) mit dem Thema umgehen musste. Wiesemann verwies auch darauf, dass sich natürlich auch Altenaer, Dahler und Evingser an dem Bürgerwindpark-Projekt beteiligen könnten.

Das will man in Neuenrade etablieren, um die Akzeptanz bei den Bürgern zu erhöhen – wenn die Pläne Realität werden. Bleibt einstweilen sich im Detail zu informieren. Bürgermeister Wiesemann lädt nicht nur Neuenrader zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Windenergie, bei der es eben um das Areal auf dem Kohlberg geht, für den 27. August in den Kaisergarten ein.

Dort geht es um die Rahmenbedingungen, die rechtlichen und planerischen Vorgaben und das weitere Prozedere. Außerdem wird eine sogenannte Potenzial-Analyse präsentiert, bei der man noch einmal auf die Kriterien zur Auswahl der Konzentrationszone eingeht. Besonders interessant dürfte eine sogenannte „Landschaftsbildvisualisierung“ sein.

Man zeigt aus verschiedenen Perspektiven, wie denn die Windräder von den entsprechenden Blickpunkten her aussehen und wirken. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr.

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