„Jeder der den Willen hat, kann fit sein und bleiben“

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Neben dem Walken ist Schwimmen und Radfahren das große Hobby von Sandra Guth, die aufgrund ihrer Herzprobleme seit 2001 einen Defibrillator eingesetzt bekommen hat.

Altenaffeln - Sport mit Defibrillator ist nicht unmöglich, doch was tun, wenn man auf einmal sehr eingeschränkt ist? Man hat Herzprobleme und muss einen Defibrillator tragen, was bedeutet das für die sportlichen Aktivitäten und weitere Ambitionen?

Von Andrea Kellermann-Michels

Sandra Guth aus Altenaffeln möchte gerne allen Mut zusprechen, denen es ähnlich ergeht oder ergangen ist wie ihr. Die Mutter von siebenjährigen Zwillingen trägt seit 2001 einen Defibrillator und ist heute wieder sportlich aktiv.

 Sie klagte unter schnellen Herzrythmusstörungen und musste sich mit dem Defibrillator anfreunden. Dieser sorgt dafür, das ein Herz mit schnellen Rytmusstörungen wieder verlangsamt wird. Für Guth hieß das erst einmal alle sportlichen Aktivitäten ruhen zu lassen.

Nach vier Jahren Pause wieder sportlich aktiv

Nach einer vierjährigen Pause hat die 38-jährige im Jahr 2005 wieder langsam mit dem Schwimmen angefangen. Als sie merkte, dass sie das gut verträgt und dies mit ihrem treuem Begleiter dem Defibrillator vereinbaren kann, hat sie dann vor zwei Jahren ein E-Bike gekauft und so wurde es immer mehr.

Im Mai vergangenen Jahres fing sie mit dem Walken an: „Ich habe mich aktiv und sehr intensiv auf den P-Weg vorbereitet, da es mein Ziel war diese Strecke zu laufen, ohne abzubrechen.“

Am 13. September 2014 konnte sie dann ihr Ziel auch verwirklichen. Mit 21 gewalkten Kilometern konnte sie den 15. Platz in ihrer Altersklasse belegen, worauf sie sehr stolz ist.

Aus gesundheitlichen Gründen musste Guth das Schwimmen im Januar diesen Jahres wieder aufgeben, da es ein sehr anstrengender Sport sei und gewisse Risiken mit sich bringt. „Man bemerkt die Anstrengungen nicht auf Anhieb und das ist sehr gefährlich“, erklärt sie.

Walken und Fahrradfahren übt sie auch weiterhin noch aus. „Ich möchte Leute motivieren, auch trotz einer Herzkrankheit weiterhin Sport zu machen. Viele Sportler tragen Herzschrittmacher und Defibrillatoren und können weiterhin aktiv sein. Wenn man seine Grenzen mit der Zeit kennt und sie dosieren kann, ist das Alles kein Problem. Jeder der den Willen hat kann fit sein und es auch bleiben“, erklärt sie sehr selbstbewusst.

Auch zukünftig will sie intensiv ihre Runden durch die Wälder laufen und fahren, um fit zu bleiben. Der Sport soll der 38-Jährigen weiterhin sehr viel Kraft geben.

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