Alt werden in Altenaffeln - Generationenpunkt Schule

Bei der jüngsten Versammlung wurden die Projekte des Altenaffelner Zirkels präsentiert.

Altenaffeln - Das Projekt ist schon weit voran gekommen. Die Gespräche mit der Führung der Gemeinschaftsgrundschule, mit dem Bürgermeister und der Verwaltung sind wohl recht weit gediehen. Es fehlt nicht mehr viel und Alt und Jung kommen im Dorf Altenaffeln in besonderer Weise zusammen.

Ortsvorsteher Andreas Wiesemann hofft daher, das Vorhaben „Altwerden in Altenaffeln“ mittelfristig realisieren zu können. Zum Hintergrund: Wiesemann sieht seit längerem Handlungsbedarf für seinen Ort durch den demographischen Wandel. So gebe es heute schon vielfach alte Menschen im Dorf, die von einen Tag auf den anderen auf Hilfe angewiesen seien. Dieses Phänomen werde sich verstärken.

Ihm habe sich eben die Frage gestellt, wie damit umzugehen sei. Anstoß für eine Reihe von Altenaffelner Ideen sei dabei das sogenannte Generationenhaus-Projekt, das Wiesemann bei einer Gemeinde in Niedersachsen kennenlernte. Der Ortsvorsteher überlegte, wie man ein ähnliches Projekt in Altenaffeln realisieren könnte. Da fiel ihm sofort die Schule nebst Bürgerhaus ein – ideal für die Umsetzung eines derartigen Projektes.

Auf der jüngsten Dorf-Versammlung präsentierte Wiesemann den Altenaffelnern das Projekt. Dabei machte er deutlich, dass es nicht allein darum gehe, bauliche und räumliche Strukturen zu erneuern und weiter zu entwickeln. Es sei eben auch wichtig, soziale Strukturen und deren Wandel mit in die Betrachtung einzubeziehen. Er verwies darauf, dass es heutzutage eben nicht immer möglich sei, Ältere im Rahmen der Familie zu betreuen. Auch in Dörfern vereinsamten ältere Menschen, müssten in der Folge ihre vertraute Umgebung verlassen, den Lebensabend im Altenheim verbringen.

Vor diesem Hintergrund werden eben unterstützende Projekte entwickelt. Der Dorfschule kommt eine besondere Rolle zu, soll sie doch zum Generationenpunkt Schule werden: So soll ein Schulgarten neben dem am Schulgebäude angeschlossenen Bürgerhaus eingerichtet werden, der im Verbund von Alt und Jung gepflegt werden kann.

Zudem soll es eine Art Wohnzimmer in der Schule geben, das von Kindern und Älteren genutzt werden könne. Wiesemann: „Wenn der Unterricht aus ist, kümmert man sich um die Kinder, warum geht das nicht zusammen mit den Älteren.“ Da könne sich sicher etwas entwickeln.

Wiesemann sprach von einer Schulstunde für Alt und Jung mit den Themen Musik, Textil, Kunst oder Kochen. Auch sollten hier jene dabei sein, die man nicht unbedingt allein lassen könne. Da könne es ein wenig Entlastung für die Angehörigen jener älteren Menschen geben, die Hilfe benötigten.

Das Projekt Altwerden in Altenaffeln ist ein Baustein, die Neugestaltung des Schulhofes/Dorfplatzes ein weiterer. Klar, dass beide miteinander verbunden sind. Geld wäre in der Tat auch hilfreich und so hofft Ortsvorsteher Wiesemann auf das Leader-Projekt der Europäischen Union und den Zuschlag für den Vier-Städte-Verbund Neuenrade-Balve-Sundern-Arnsberg.

Von Peter von der Beck

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