„Weihnachten im Schuhkarton“ beginnt

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Birgit Grüter und Evelyn Hölscher (Mitte) präsentieren gemeinsam mit Diplompharmazeutin Alexandra Simons (r.) und PTA Juliane Papendick von der Gertrudenapotheke die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“.

Neuenrade -   „Weihnachten im Schuhkarton“, eine Aktion der Vereinigung „Geschenke der Hoffnung“ ist für viele Neuenrader ein Begriff. Regelmäßig, einige Wochen vor Weihnachten, stellen sie gut bestückte Schuhkarton-Pakete zusammen, um armen Kindern im Ausland zu helfen.

Jetzt – vom 1. Oktober bis 15. November – läuft die Aktion wieder. Die gepackten Schuhkartons können in den beiden Neuenrader Apotheken (Gertrudenapotheke und Apotheke am Stadttor) abgegeben werden. Dort werden sie dann eingesammelt, nach Plettenberg verfrachtet und von dort weitergeleitet. So gingen im vergangenen Jahr Pakete nach Polen, Weißrussland und Zentralasien/Mongolei. Organisiert wird das Projekt dieses Mal von den Aktiven der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Plettenberg. Kontakpersonen sind Astrid Ackermann, Birgit Grüter und Evelyn Hölscher. Die sind per E-Mail unter wis@efg-wiesethal.de oder telefonisch (01 60 / 3 10 08 43) erreichbar.

Den Kindern in den Empfängerländern fehlt es an essentiellen Dingen. So werden Schulmaterial, Hygienartikel, warme Kleidung und etwas fürs Herz benötigt. Die Geschenkempfehlungen: Eine bunte Mischung aus Kleidung (bitte nicht waschen) – von Badezeug über Mantel, Mütze, Pullover bis hin zum T-Shirt. Ein Kuscheltier, Hygieneartikel von Deoroller/Deospray über Haarbürste bis Zahnpasta. Spielzeug wie Auto, Ball, Barbiepuppe, Fußball mit Luftpumpe bis hin zu Springseil und Würfelspiel / Würfel. Auch originalverpackte Süßigkeiten (mindestens haltbar bis März des Folgejahres) sind gern gesehen. Wichtig sind auch Schulmaterialien, angefangen bei der Bastelmappen bis zum Solartaschenrechner. Und natürlich sollten auch persönliche Grüße mit einen Foto vom Spender dabei sein.

Wichtig: Gebrauchte Gegenstände aller Art oder Bargeld sind nicht erlaubt. Auf der Homepage wis.efg-wiesenthal.de kann die Empfehlungsliste im Detail eingesehen werden. Und wer den Schuhkarton abgibt, der sollte auch sechs Euro mit bereithalten, die sind als Kostenbeitrag für den Transport gedacht.

Wegen der aktuellen Flüchtlingssituation in Deutschland sei die Frage aufgekommen, ob nicht ein Teil der Päckchen für die Flüchtlinge im Umkreis verteilt werden könnten. Dazu heißt es von den Vertretern von „Geschenke der Hoffnung“, dass die Versorgung der Flüchtlinge hier weitgehend gesichert sei. Der Bedarf in den Zielländern dagegen sei da, es bestünden auch soziale Beziehungen, ein wichtiges Netzwerk vor Ort mit vielen Kirchen existiere. Auf jeden Fall möchte man die Zahl der Pakete, die regelmäßig zu den Kindern in Ost- und Südosteuropa, Asien verschickt werden nicht reduzieren. „Welches Signal würde es für die Kinder und Verteil-Partner aussenden, wenn man ihnen sagen müsste, dass man zugunsten der Flüchtlinge in Deutschland nun weniger Päckchen liefern werde?“, fragen die Organisatoren eher rhetorisch. Zudem würden die Päckchen zu vielen Herkunftsländern der Flüchtlinge geschickt.

Darüber hinaus überlege man bei „Geschenke der Hoffnung“, welchen Beitrag die Organisation hier für die Flüchtlingsarbeit konkret vor Ort leisten könne.

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