Watermann: Jagdgesetz der Landesregierung nachbesserungswürdig

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Etliche Jäger wurden geehrt.

Neuenrade - Heimische Politprominenz kam zur jüngsten Hauptversammlung der Märkischen Kreisjägerschaft: die Bundestagsabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser (CDU) sowie die Landtagsabgeordneten der FDP, Angela Freimuth und der SPD, Inge Blask. Der stellvertretende Landrat Detlef Seidel wohnte der Veranstaltung ebenfalls bei.

Anlässlich der Versammlung referierte Revieroberjäger Patrick Rath über die Drückjagd mit Hunden auf Schalenwild. Hier fehle in NRW das sogenannte Schwarzwildgatter. Hierbei lerne der Hund die Begegnung mit dem Wild zuerst hinter einem Zaun. Er machte deutlich, dass man Hunde gut ausbilden müsse, hierzu seien erfahrene Ausbilder, engagierte Führer und die Möglichkeiten, für verschiedene Jagden zu trainieren, von Nöten. Der Hund sei jedoch nicht nur Jagdgefährte, sondern auch Freund und Familienmitglied.

Beim Jahresbericht nahm die Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Maria Watermann, Bezug auf das sogenannte „Ökologische Jagdgesetz“ der Landesregierung. Aus Sicht der Jäger seien viele Punkte nachbesserungswürdig, betonte sie. So etwa die Auflagen für die Fallenjagd, die dadurch erschwert werde. Ein unverzügliches Kotrollieren nach Meldung durch den Piepser sei nicht praxisgerecht. Die regelmäßige Kontrolle der Fallen morgens und abends reiche aus. Zudem seien nur noch Lebendfallen erlaubt, erläuterte Watermann.

Außerdem verwies die Vorsitzende auf die Verringerung der jagdbaren Arten von über 100 auf 29 im sogenannten Tierartenkatalog. Hierdurch werde die Hegeverpflichtung der Jäger reduziert. Jedes Aufsuchen, Nachstellen, Fangen, Erlegen oder Aneignen der nicht mehr im Katalog enthaltenen Arten sei nun verboten. Darüber hinaus lobte Watermann die Öffentlichkeits

arbeit in allen Hegeringen, die Jäger würden Schulen besuchen, die rollende Waldschule käme zum Einsatz oder es gebe Waldwanderangebote. Auch die Kreisjägerschaft besuche größere Veranstaltungen und erfahre dort positive Resonanz. „Wir sind wer und dürfen und müssen dieses auch zeigen“, betonte die Vorsitzende. Im weiteren Verlauf des Berichts informierte die Vorsitzende die Anwesenden über einige Aktionen. So habe man im September 2015 mit den Kindern des Kindergartens aus Küntrop den Baum des Jahres, den Feldahorn, gepflanzt. Zuvor sei man auf dem Waldlehrpfad Neuenrade gewandert. Die Jagdhornbläser seien bei Jagden oder Hubertusmessen aktiv.

Zudem lobte die Vorsitzende die Mannschaft der Kreisjägerschaft, die bei Schießwettbewerbenden (auch Bundesmeisterschaften) gute Plätze erreicht habe. Im Anschluss an die Veranstaltung konnte die Vorsitzende Watermann noch einige Jäger auszeichnen. Geehrt wurden: Philip Nikodem, Inge Neumann, Maria Watermann, Heiko Dunkel, Klaus Ebbinghaus, Jens Hanfland (DJV Silber) ,Christian Dicke, Jörg Sommer, Matthias Heveling, Siegmund Gering, Klaus Kermes, Rainer Barre (LJV Silber), Friedrich Geier, Heiko Hövel (DJV Bronze), Dr.Martin Radtke (Jagdhorn Silber) und Thomas Kroll-Bothe, Winni Grau (MKJS Bronze).

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