Waldwoche: Sozialverhalten der Kindergartenkinder wird geschult

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Bei gemeinsamen Waldspielen trainieren die Kidner auch ihr Sozialverhalten.

Affeln - Eine Woche Wald statt Kindergarten – das war für die 50 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren der Kita in Affeln ein großes Abenteuer.

Sie bauten Tiergehege, fütterten jeden Morgen ihr Krokodil. Nur am Mittwoch musste das Reptil hungern, da war es gar zu nass und regnerisch und die Kinder mussten einmal zu Hause bleiben. Doch ansonsten ließen sich die Kinder und die sieben Erzieherinnen nicht stören, amüsierten sich bestens in dem kleinen Waldstück um die Affelner SGV-Hütte herum.

 Die Hütte war während der Woche Anlaufpunkt und Rückzugsmöglichkeit. Und sogar ein Klo war in der Nähe – das aber nicht in jedem Fall gebraucht wurde.

 Und die Kinder ließen ihrer Fantasie freien Lauf: Sie bauten Hütten, sammelten Holz für ein Lagerfeuer, in einem bemoosten Baumstamm erkannten sie ein Krokodil, das auch jeden Morgen gefüttert werden musste. Die Kinder legten ein „Gehege“ mit tierisch geformten Baumwurzeln an, ein Acker wurde gepflügt und noch viel mehr. Vor allem gab es viel Bewegung für die Kinder.

Waldwoche des Kindergarten Affeln

Allein der gut zwei Kilometer lange Marsch von der Kita bis zur SGV-Hütte hin, und nachmittags wieder zurück, forderte die Kleinen. Natürlich gab es Waldregeln: So durften die Kinder nichts in den Mund nehmen und nichts mit Stöcken abschlagen. Und zudem passten die erfahrenden Erzieherinnen auf – schließlich wachsen derzeit reichlich Beeren und Pilze überall. Doch für Kindertagesstättenleiterin Elisabeth Voß steht bei der Waldwoche nicht unbedingt die Wissensvermittlung im Vordergrund, sondern das Sozialverhalten. Im Wald würden die Großen auf die Kleinen aufpassen würden sich kümmern, würden im Team arbeiten, sich untereinander absprechen, bei kleineren Waldprojekten die Aufgaben verteilen.

Und beim Spielen könnten sie ihre Kreativität schulen. Elisabeth Voß: „Ein kleiner Anstoß genügt und die Kinder legen los“. Dabei sei sie manchmal erstaunt, mit welchen Vorhaben und Lösungen die Kinder dann kommen würden. - Von Peter von der Beck

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