"Herz in Gefahr" - Kardiologe klärt über Risiken auf

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Dr. Christoph Solbach ist Kardiologe an der Stadtklinik Werdohl.

Neuenrade - Dr. Christoph Solbach, Kardiologe der Inneren Medizin der Stadtklinik Werdohl sprach in Neuenrade über das Thema „Herz in Gefahr – koronare Herzkrankheit und Herzinfarkt“. Zahlreiche Interessierte kamen dazu am Mittwoch in die DRK Begegnungsstätte.

Anlass für den Vortrag sind die Herzwochen der Deutschen Herzstiftung. Aus erster Hand erfuhren die Anwesenden zunächst alles über koronare Herzkrankheiten. Etwa sechs Millionen Menschen seien in Deutschland daran erkrankt, wobei Männer häufiger betroffen seien, erläuterte Solbach. Bei der koronaren Herzkrankheit handle es sich um eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, also den Adern, die das Herz mit Blut versorgen. Verursacht werde das Leiden durch die Verengung der Blutgefäße, wodurch der Blutfluss eingeschränkt würde. „Bei Brustschmerzen ist der wichtigste Schritt ein Arztbesuch“, sagt Solbach. Sollte dieses Symptom auch in Ruhephasen auftreten, liege die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt bei 20 Prozent.

Zahlreiche Zuhörer kamen ins DRK-Heim.

Ein weiteres Thema waren an dem Abend die Risikofaktoren, die der Patient selbst beeinflussen könne. Dazu gehörten etwa hoher Blutdruck, Bewegungsmangel, Übergewicht sowie Rauchen. Ein gesünderer Lebensstil könne dem Herzinfarkt-Risiko vorbeugen. Dazu gehört neben regelmäßigem Sport auch die gesunde Küche – Obst, Gemüse und Salat.

Außerdem gab der Mediziner einen Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten bei einer verengten oder verstopften Arterie. Ein sogenannter Stent könne mithilfe eines Katheters gesetzt werden. Beim sogenannten Bypass hingegen wird mit einer dem Körper entnommenen Arterie oder Vene eine Überbrückung der verschlossenen Stelle geschaffen. Ist die Durchblutung nicht mehr gewährleistet, könne es zu einem Infarkt kommen. Anzeichen dafür seien etwa Atemnot, Übelkeit, Schwächegefühl und Bewusstlosigkeit. In solchen Fällen sollte unbedingt die 112 gewählt und auf den Verdacht eines Herzinfarktes hingewiesen werden, empfahl der Mediziner.

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