Vorbereitungen für das Rumo Tripot Festival laufen bereits

+
Bereits seit 2009 treten beim Rumo Tripot Festival jedes Jahr verschiedene Bands auf – jede Stilrichtung ist möglich.

Neuenrade - Mehr Tranzparenz nach außen – das war eines der Hauptziele von Christian Schulte-Backhaus, als er den Verein Kulturfluter e.V. mitgründete. Was er damals hauptsächlich privat gestemmt hatte, bekam durch die Gründung im vergangenen Jahr mehr Struktur. „Die Leute wissen, wo sie dran sind“, sagte Vorsitzender Schulte-Backhaus im Gespräch mit der Redaktion.

Das sei vor allem ein Vorteil, um Sponsoren und Helfer zu akquirieren. Zur Zeit stemmt der Verein die Vorbereitungen für das Rumo Tripot Festival am 3. September. Seit 2009 findet es regelmäßig auf dem Schultenhof in Küntrop statt. Ursprünglich sei nie ein Festival in der heutigen Größenordnung von – mittlerweile rund 600 Besuchern – geplant gewesen, so Mitveranstalter Schulte-Backhaus.

„Es fing mit einer Anlage und ein paar Leuten an. Und dann wurden es immer mehr!“ Offiziell habe das Festival schon 2004 gestartet, richtig los ging es aber erst 2009. „Im Moment laufen noch, bis Ende Januar, die Bewerbungen der Bands für das Line-Up“, erzählte Schulte-Backhaus. Bereits rund 300 seien eingegangen.

„In den vergangenen Jahren waren es teilweise sogar um die 1000 Bewerbungen. Deshalb haben wir in diesem Jahr die Ankündigung bewusst kleiner gehalten.“ Insgesamt treten sechs bis acht Bands beim Rumo Tripot Festival auf. „Da kann es schon mal länger dauern, sich alle Aufnahmen anzuhören und eine Entscheidung zu treffen“, bemerkte Schulte-Backhaus lachend. Letztlich wird es eine Mischung aus lokalen und überregionalen Bands geben. „Wir haben Anfragen aus ganz Europa! Aber wir gucken auch, wie weit die Entfernungen sind.“ Denn: Jeder Musiker erhalte 50 Euro sowie Spritgeld und etwas Beköstigung vom Verein.

Vor allem sollte bei der Auswahl der Bands ein guter und tanzbarer Mix herauskommen. Ob das nun Hip-Hop, Funk oder guter Rock sei, spiele keine große Rolle. „Wir bieten immer einen bunten Blumenstrauß an“, weiß der Mitorganisator. Alle Bands seien semiprofessionell bis professionell. „Da kann man sich höchstens über den Geschmack streiten. Die Musik ist qualitativ hochwertig.“

Eine Konzeptänderung sei für das Festival nicht geplant. „So lange wir bei plus / minus null rauskommen, ist alles gut“, so der Vorsitzende der Kulturfluter. Größere Sponsoren für das Festival zu gewinnen, wäre aber trotzdem toll. „Man könnte natürlich Bands mit einem höheren Bekanntheitsgrad kaufen.“ Darauf käme es den Kulturflutern aber in erster Linie nicht an. Vor allem hätte man ein Puffer. „Zur Zeit finanziert sich das Festival hauptsächlich über Speisen und Getränke. Deshalb haben wir auch nur günstiges Essen wie Bockwürste und Brötchen anzubieten.“ Mit mehr Geld könnten die Veranstalter eine größere Auswahl schaffen und den Besuchern frischere sowie auch vegetarische Gerichte anbieten. „Dann kämen wir schon dem näher, was man von größeren Festivals kennt.“

Die Idee zu dem eher ungewöhnlichen Namen des Festivals – Rumo Tripot – sei aus verschiedenen Gründen heraus entstanden, wie Christian Schulte-Backhaus erzählte. Rumo sei eine Figur aus dem gleichnamigen Roman „Rumo und die Wunder im Dunkeln“ von Autor Walter Moers. „Die Geschichten waren für mich einfach so fantastisch. Rumo ist so eine Art Hundeverschnitt, der viele Abenteuer durchlebt. Eben eine steile Persönlichkeit.“ Der zweite Begriff, Tripot, sei einfach das französische Wort für Spielhölle. „Das passte super und ließ sich gut schreiben. Man sollte uns ja auch im Internet wiederfinden“, so Schulte-Backhaus schmunzelnd. Das Rumo Tripot startet ab 15 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.

Neben dem Festival sei für den 30. April wieder eine Tanz in den Mai-Veranstaltung geplant. Das May Perlorama findet zum dritten Mal – ebenfalls auf dem Schultenhof in Küntrop – statt. Für fünf Euro Eintritt gibt es ab 19.30 Uhr zwei Cover-Bands zu sehen. Timeless Dream und die Entspannungsminister, bei denen Schulte-Backhaus selbst Mitglied ist, werden beim diesjährigen May Perlorama auftreten. Sonst gebe es erst für den Herbst Überlegungen, etwas zu veranstalten: „Vielleicht machen wir noch eine Jam-Session.“ Konkrete Pläne seien aber noch nicht dabei.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare