Vollsortimenter in Sachen Geld

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Der Vorstandsvorsitzende Kai Hagen und Privatkundenleiter Udo Brockhagen.

Neuenrade - „Nah dran, nah sein“. Kai Hagen, Vorstandsvorsitzender bei der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis benennt so einen Erfolgsfaktor der Sparkasse. Und nah dran, das ist man offensichtlich in Neuenrade und auch Balve.

In Neuenrade zeigt man da nicht nur optisch Präsenz. Zudem sind am Ort 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Nah dran, dass bedeute für die Kundschaft auch, immer einen Ansprechpartner in Neuenrade zu haben - das betrifft Privat- und Geschäftskunden. Der Vorstandvorsitzende betonte, dass man sozusagen in Neuenrade und auch Balve ein Vollsortimenter sei - mithin alles anbieten könne.

Die Vereinigte Sparkasse präsentierte jetzt ihre aktuellen Zahlen für ihren Geschäftsbereich. Und in einem schwierigen Umfeld von sinkenden Margen, viel Konkurrenz hat man sich offensichtlich gut behauptet. Durch das Rekord-Netto-Wachstum von 8,8 Prozent konnte das Nettoergebnis immerhin um 1,1 Prozent gesteigert werden. (Wir berichteten). Unabhängig von diesen regionalen Zahlen, gibt es natürlich für die Region Neuenrade/Balve spezifische Werte. Und demnach kann sich dieser Bereich sehr gut sehen lassen, offensichtlich sei hier die Vereinigte Sparkasse sehr gut aufgestellt. Insbesondere im Baufinanzierungsgeschäft verzeichnet die Vereinigte Sparkasse im Beritt von Udo Brockhagen (Leiter Privatkunden Neuenrade) eine ausgezeichnete Entwicklung. „Da passiert viel“. Zudem: Weit mehr als 5000 Neuenrader gehören zur Kundschaft der Vereinigten Sparkasse.

Und sonst: Die Ausschüttung an Neuenrade beträgt 184 000 Euro, an Gewerbesteuer werden es 318 000 Euro. Doch der Kämmerer der Stadt Neuenrade muss sich jetzt schon mal drauf einstellen, dass es „2015 wohl weniger Gewerbesteuer“ geben wird.

Hier noch aktuelle Zahlen: Das Kreditvollumen in Balve und Neuenrade beträgt 350 Millionen Euro, die Höhe der Einlagen bewegt sich bei 242 Millionen Euro. Der Anteil Privat/ Firmen am Kreditvolumen beträgt grob gerechnet 40 zu 60. Gut entwickelt habe sich das Provisionsgeschäft. Knapp zwei Millionen Überschuss wurden in Balve und Neuenrade erwirtschaftet.

Was die Firmenkundenentwicklung anbelangt, so ist man bei der Sparkasse zuversichtlich. „Die Investitionsneigung bei den Firmen bleibt!“, sagte Hagen. Und auch was die Baufinanzierung anbelangt so sieht man in Neuenrade eben noch Potenzial.

Allerdings: Sorgen - wie überall in der Branche - bereitet auch den Verantwortlichen der Sparkasse die geringen Margen angesichts der Zinsentwicklung. Das sieht Hagen skeptisch und in Richtung Sparer spricht er sogar von einer schleichenden Enteignung.

Von Peter von der Beck

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